Dienstag, 20. Mai 2008

good morning vietnam!

ok, sorry fuer die verwendung dieses doch schon ziehmlich abgedroschenen film-zitats, aber es passt halt... ;-)

nach unserem flug von vientiane nach hanoi muessen wir erst mal feststellen: vietnam airlines hat mit abstand die bequemsten - weil breitesten - sitze und die meiste beinfreiheit die wir seit langem in einem flugzeug geniessen durften. also nix mit fliegender reiskocher oder so ;-)
wir waren ja schon echt gespannt auf unsere naechste asienstation vietnam. in den letzten wochen hatten uns reisebekanntschaften naemlich ein horror-gschichtl nach dem anderen erzaehlt. leute unfreundlich bis zum geht nicht mehr, alles abzocker etc. - na da brach richtig vorfreude aus... vielleicht sind also unsere ersten eindruecke deshalb also ueberraschend positiv. haben uns fuer 2 tage in hanoi's "old quater" in der naehe der alten katholischen kathedrale einquartiert. es ist heiss, der verkehr ist ein wahnsinn, in den strassen vollkommen verstopft von fussgaengern, mopeds und autos von denen sich niemand an eventuell gueltige verkehrsregeln haelt und trotzdem ist die stadt echt genial! die meisten gebaeude sind noch im franzoesischen kolonial-stil, die leute gehen einem nicht auf die nerven und es gibt ueberall so viel zu sehen! in den kleinen gassen sitzen familien gemeinsam beim essen, die markt-frauen tragen den ganzen tag ihre ware durch die stadt. Im alten Viertel findet man in jeder Strasse ein anderes Gewerbe. In einer gibt's Malerbedarf, in der naechsten ist der Blumenmarkt, um die naechste Ecke bekommt man Schuhe,... ein uraltes System das immer noch besteht. man kann's nur schwer beschreiben, aber die atmosphaere hier ist echt einmalig!





eine besondere erwaehnung "verdient" sich auf alle faelle noch der vietnamesische strassenverkehr:

wir haben ja in den letzen monaten schon einiges erlebt. der erste schock auf bali, kamikaze-fahrer in thailand etc. aber was hier auf den strassen abgeht, das geht unter keinen hut mehr! gefahren wir nur unter einsatz von dauergehube, staendiger verwendung der lichthupe und dem ruecksichtslosestem fahrstil den man sich vorstellen kann. korrektur, das kann man sich nicht vorstellen! ist man zu fuss unterwegs, koennte man sich auf die gehsteige retten. die sind aber leider voellig zugeparkt. also ab auf die fahrbahn wie alle anderen auch... ;-) ein erlebnis der besonderen art hat man dann noch jedesmal wenn man die strasse ueberqueren moechte. natuerlich gibt es so gut wie keine fussgaenger-uebergaenge mit ampeln. und wenn doch, dann haelt eh kein mensch davor an. instinktiv wuerde man die "flucht-nach-vorn"-methode waehlen, aber das ist der sichere tod. hier deshalb die verhaltensanweisungen zum "zebrastreifen-losen"-ueberleben:


1. atme tief durch und ignoriere dabei die abgase -wenn du nicht schon laengst, wie die meisten locals, eine gesichtsmaske traegst)

2. beginne laaaangsam deinen weg ueber die voll befahrene fahrbahn. auch wenn du's gerne tun wuerdest, schliesse nicht die augen, sondern suche augenkontakt mit den dir entgegenrasenden fahrzeugen.

3. der verkehr beginnt langsam um dich herum zu fliessen. hin und wieder kurz anhalten, aber versuchen richtung und geschwindigkeit bebehalten.

4. erstmal wieder in sicherheit auf der anderen strassenseite: drehe dich unglaeubig um, betrachte die 4-spurige voll befahrene strasse die du gerade ohne verletztungen ueberquert hast, und sprich ein kurzes stossgebet


eine ganz normale kreuzung... ;-)

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