Freitag, 21. Dezember 2007

FROHE WEIHNACHTEN & GUTEN RUTSCH

wir wuenschen den fleissigen lesern unseres reisebloggs frohe festtage und einen guten rutsch ins jahr 2008 !!!!!

hoffen ihr habt ein braves christkindl! wir werden an euch denken und zu silvester ein paar stunden vor euch ins naechste jahr "schlittern". quasi immer einen schritt voraus! ;-)

die feiertage verbringen wir an der kueste noerdlich von sydney und hoffen auf ausgezeichnetes grill- und badewetter!

eure globetrotter
karin & reini

Montag, 17. Dezember 2007

australische alpen - the great alpine road

von der kueste victoria’s aus geht’s weiter ins landesinnere. die “great alpine road” fuehrt uns ueber viele enge kurven hinauf in die berge australiens. nun darf man sich zwar vom titel keine alpen wie wir sie von daheim kennen erwarten, aber es ist trotzdem wirklich schoen hier. von der landschaft her passt’s am besten zu unseren voralpen daheim. hier findet man ausserdem die einzigen ski-regionen in australien. ja, wir haben auch erstmal nachgefragt, aber dem ist wirklich so. die pisten sind zwar ziehmlich kurz fuer unsere verhaeltnisse, aber man spart hier trotzdem nicht an 4er-sesselliften. ;-)



leider ist die vegitation teilweise durch waldbraende, die in den letzten jahren arg gewuehtet haben, stark beeintraechtigt. aber zum beispiel im buffalo national park, hat das bei richtigem licht auch zu ziehmlich coolen fotos gefuehrt. ueberhaupt hat’s uns in diesem nationalpark eigentlich am besten gefallen und wir haben auch nen tollen sonnenuntergang am hoechsten punkt, the horn, genossen. einzig irritierend war teilweise die laudstaerke der zikaden hier. “ohrenbetaeubend” trifft’s ganz gut. da helfen teilweise nur noch oropax. und waren die lautstaerke dann runter gedreht, mussten wir uns nur noch um die 1 million fliegen kuemmern die um uns kreisten... ;-)

melbourne & wilsons promotory np

da das wetter in melbourne anfangs mal wieder nicht so ganz mitgespielt hat, wurden aus den geplanten 2 dann doch 3 tage aufenthalt. schliesslich hat's dann aber doch noch geklappt und wir machten uns auf um die stadt zu erkunden. das stadtzentrum hat uns schon sehr gefallen. besonders begeistert hat uns - wieder mal ;-) - ein markt. und zwar der queen victoria market. hier bekommt man wieder alles was das herz begehrt. seltsam fuer uns war lediglich der weihnachtsmann und seine helfer, die vor dem riesigen plastikchristbaum die kinder beglueckt.

nach unserem stadtaufenthalt gings natuerlich wieder schnurstracks zurueck in die natur. ziel war der wilsons promotory national park. aufregende kuesten und traumhafte straende die manchmal sogar zum musizieren geeignet waren... (zur erklaerung schaut's euch einfach das video an!) und bevor das wetter wieder mal umgeschlagen hat, haben wir sogar noch eine kleine wanderung auf den mount oberon geschafft, die uns tolle aussichten gebracht hat.



Samstag, 8. Dezember 2007

great ocean road - surf coast

unser weg fuehrt uns weiter nach osten und wieder einmal veraendert sich die landschaft extrem schnell. sobald wir adelaide verlassen haben, finden wir uns in einer huegeligen landschaft wieder die immer gruener wird. nachdem wir in den bundesstaat victoria kommen, setzt sich das fort und es tut uns gut endlich wieder mal so richtig im satten gruen zu stehn. entlang der beruehmten great ocean road nehmen wir uns viel zeit und geniessen die tollen felsformationen die diesen kuesten-abschnitt so beruehmt machen.



eine weitere grosse veraenderung zu bisher: die anzahl an touristen die man hier trifft. zwar ist es gerade an der great ocean road sehr extrem, aber hier geht’s teilweise zu wie in der wachau an einem ostersonntag! wir wicked-camper sind ja z.b. sehr leicht zu erkennen durch unsere auffallenden aussengestaltungen. bisher haben wir alle paar tage mal einen anderen bus gesehen. an der surf coast haben wir in einer ortschaft dann gleich rund 5 angetroffen. ausserdem sind die meisten touris scheinbar deutsche (auch immer wieder mal oesterreicher) - zumindest kommt es uns teilweise so vor. und manchmal hat man das gefuehl nur noch deutsch sprechen zu muessen. na fuer uns jedenfalls ist es ziehmlich seltsam, da wir bisher ja meist in den ruhigeren regionen unterwegs waren. werden uns wohl trotzdem daran gewoehnen muessen, denn spaetestens an der ostkueste ab sydney wird’s nur noch so zu gehen... na da sind wir ja mal sehr gespannt.

adelaide

adelaide ist unsere erste echte grossstadt, seit wir von darwin aus aufgebrochen sind. haben uns auf einem campingplatz im netten kuesten-voroertchen von glenelg einquartiert und von hier aus die innenstadt erkundet. oder besser gesagt die einkaufsmoeglichkeiten. die riessige rundle mall entspricht wohl am ehesten der mariahilfer oder der kaerntner strasse. besonders gut gefallen und unbedint ein muss bei einem adelaide-besuch ist ein abstecher zum central market. eine riessige markt-halle in der es so vieles an koestlichem wie obst, gemuese, kaese, brot gibt, dass einem das wasser nur so im mund zusammen laeuft! und selbst wenn man nicht kauft, ist es immer noch herrlich anzusehen! und manchmal entdeckt man in den vitrinen der delikatessen-laeden so schmankerl wie “leberkaes” oder “schnapps” ;-)

Mittwoch, 28. November 2007

eyre peninsula

nachdem wir den australischen kontinent in den letzten 2 wochen nun schon mal von norden nach sueden durchquert haben, sind wir endlich wieder am meer gelandet. doch wir haben uns nicht sofort ins wasser gestuerzt wie man vielleicht annehmen koennte! da hat uns das wetter doch einen strich durch die rechnung gemacht. seit wir das rote zentrum verlassen haben, sind die temperaturen rapide zurueckgegangen und wir “froesteln” mittlerweile bei schwachen 25 grad die sich bei wind nur noch wie 20 anfuehlen! wir hoffen jetzt auf eine runde mitleid unserer leser ;-) nein im ernst, hier im sueden hat der sommer noch nicht voll eingesetzt und die luft ist doch um einiges kuehler. durch den wind an der kueste wirkt das ganze dann noch um ein paar grad frischer und so laufen wir mittlerweile gerne mal wieder mit pulli herum (ergaenzed zur uniform aus kurzer hose und flip flops).

da wir in den letzten 2,5 wochen bereits knapp 4.500 km gefahren sind - und das bei hoechstgeschwindigkeiten von 90 km/h - haben wir uns die eyre peninsula westlich von adeleide ausgesucht um’s mal wieder ein paar tage ruhiger angehen zu lassen. sind die kueste entlang gefahren, haben tolle straende gesehen und uns auf netten campingplaetzen entspannt. einzige grosse aufregung war die fahrt in den lincoln nationalpark. verbotener weise haben wir uns mit unserem miet-van auf eine “unseald” road (also nicht asphaltiert) begeben und das fahrwerk unseres gefaehrts bis fast an seine grenzen getestet. zum glueck gab’s weder reifenpanne noch achsenbruch und so konnten wir den herrlichen strand in der september bay 2 tage lang (fast) fuer uns alleine geniessen. fixer bestandteil waren baden (endlich!) und sandburgen bauen. und lasst euch gesagt sein, nach so langer bau-abstinenz braucht das schon wieder ein bisserl uebung! aber reini hat sich durch nichts von seiner burg abbringen lassen - und schoen is sie geworden! *grins*



noch ein nachtrag zum punkt “schwimmen”:
wer lust, laune und das noetige kleingeld hat kann sich von hier aus zu einer 2 stunden vorgelagerten insel schippern lassen und dann “cage-diven”!
erklaerung fuer alle unwissenden: man nehme einen kaefig, setze 1-2 taucher hinein, lasse ihn zu wasser und wartet bis die weissen haie kommen! nicht umsonst wurden hier an der sued-kueste die schrecklichsten szenen der “weissen-hai’-filme gedreht. und damit machen die hier echt werbung.... ;-))

wir werden uns diesen nervenkitzel diesmal wohl eher nicht geben und sondern werden noch die zahlreichen schoenen - haifreien - straende geniessen bevor’s weiter geht nach adeleide.

stuart highway - teil 2

unser weg fuehrte wieder zurueck auf den stuart highway und weiter nach sueden. man hatte uns zwar erzaehlt dass dieser teil noch menschenleerer ist als die strecke von darwin nach alice springs, aber bis wir’s gesehen haben konnten wir’s uns eigentlich nicht vorstellen. aber es stimmt tatsaechlich! auf den gut 1.300 km von alice springs nach port augusta an der suedkueste ist uns eigentlich nur 1 groesserer ort aufgefallen, coober peddy. dieses staedtchen lebt vom opal abbau und liegt in einer steinwueste die nur von den schutthaufen der minen unterbrochen wird. kein wunder dass in diesem gebiet filme wie mad max, red planet usw gedreht wurden.



die stadt selbst ist vor allem fuer die “dug-outs” bekannt. da es hier im sommer an die 50 grad bekommt, sind die menschen irgendwann dazu ueber gegangen ihre wohnungen teilweise in alte minenschaechte zu verlegen. dort waren sie vor der hitze im sommer und den kalten temperaturen im winter geschuetzt. nach dem 2. weltkrieg haben die minenarbeiter und ihre familien dann angefangen sich eigens wohnungen zu graben. diese werden bis heute gebaut, sind mit allem ausgestattet was auch ein “normaler” haushalt hat und sind in der stadt immer wieder zu besichtigen. auch geschaefte und cafe’s sind in solchen dugouts untergebracht. eigenartig wie sehr sich menschen an eine solch unwirtliche umgebung anpassen koennen - und wollen ...

hier noch ein bild eines sog road trains

uluru (ayers rock)

nachdem wir noch eine nacht zusaetzlich in alice springs verbracht haben um uns ein super digeridoo-konzert anzuhoeren gings weiter zum uluru.



fast jeder hat wohl schon mal ein foto von diesem australischen wahrzeichen gesehen. und wenn man schon mal quasi “dran” vorbei faehrt ist das natuerlich ein pflichtpunkt. den haben auch wir uns nicht nehmen lassen. wir haben keine kosten gescheut um dieses naturdenkmal bewundern zu koennen. stolze 25 $ eintritt pro person und ein sauteurer aber mittelmaessiger campingplatz waren’s uns wert ;-)) nein im ernst, vor allem der anblick des uluru bei sonnenuntergang ist wirklich wunderschoen. der rote fels faengt an zu leuchten als wuerde er brennen! wirklich ein beeindruckendes schauspiel bei dem es fast unmoeglich scheint keine tollen fotos zu machen. und so wurden unsere speicherkarten wieder mal in rasendem tempo gefuellt. dieses erlebnis hat man zwar natuerlich nicht fuer sich allein, aber durch getrennte aussichtspunkte fuer autos und busse wird ein auflauf wie wir’s dann beim sonnenaufgang erlebt haben vermieden. morgens um 5 wenn der nationalpark oeffnet, steht schon eine schlange von bussen und autos wartend vor den toren, um dann mit einem affenzahn zum sunrise-point (sonnenaufgangs-beobachtungs-punkt) zu fahren, dass sich die kangoroos nur so fuerchten... kaum kommt man dann am gewuenschten aussichtspunkt an wird man schon von zig tourbussen und zahlreichen autos empfangen. bzw von deren passagieren und fahrern die wie gebannt auf den noch im dunkeln liegenden uluru starren und dabei leider vergessen dass sie mitten auf der fahrbahn stehen! man versucht dann einen parkplatz zu finden - ohne die schaulustigen zu verletzten versteht sich - und hofft noch naiver weise einen ruhigeren foto-spott zu finden. die hoffnung waehrt dann nicht lang und man findet sich damit ab diesen schoenen sonnenaufgang mit hunderten anderen touristen zu geniessen. fotos kann man zwar vergessen weil einem staendig mindestens 5 leute vor die linse rennen, aber nur anschaun is ja auch was schoenes!

wir haben uns dann noch dazu entschlossen den basewalk der rund um den felsen fuehrt zu begehen. wenn man frueh genug startet ist es auch mit der hitze kein problem und man bekommt wirklich tolle ansichten geboten. denn entgegen dem eindruck den man aus der ferne hat, ist der felsen keineswegs glatt sondern bietet viele eindrucksvolle details und man erfaehrt noch einiges ueber die kult-staetten der aborigines die immer noch genutzt werden.

abschliessend gings dann noch auf einen kurzen abstecher zur 2. beruehmten felsformation im uluru nationalpark, den “olgas”. durch die mittagshitze war’s allerdings viel zu heiss fuer unternehmungen und so bliebs bei einem kurzen walk und entspannen im schatten. sehr zu empfehlen ist das cultural center. man erfaehrt sehr viel ueber die kultur und das leben der ansaessigen aborigines und kann auch deren kunst bewundern und erwerben.

Samstag, 17. November 2007

stuart highway - alice springs

nachdem wir das satte gruen des top end’s genossen haben, wurde es zeit uns auf den weg ins landesinnere zu machen. fuer uns ging’s deshalb auf dem stuart highway nach sueden. wenn man sich da jetzt ne grossartige 4 spurige autobahn vorstellt - so wie wir - dann liegt man da ziehmlich daneben ;-) obwohl es die wichtigste nord-sued strasse durch den kontinent ist, ist dieser grossartige highway ne einfache 2-spurige strasse. tja, nur die wenigsten fahren diese strecke wohl mit dem auto. wer seine sinne halbwegs beisammen hat, investiert wohl in ein flugticket ;-) aber wir touris spinnen ja alle ein bisserl und so machen wir uns auf eine 2-taegige fahrt durch den halben kontinent. die landschaft aendert sich langsam und so sind wir nun bei dem bild gelandet das wir eigentlich von australien hatten: endlos blauer himmel mit ein paar weissen woelkchen, rote erde, steppenaehnliche landschaft und eine strasse die scheinbar ins unendliche fuehrt! toll, traumhaft, einfach super! hin und wieder kommt uns auch einer der beruehmten road-trains entgegen. das sind lkw-zuege mit bis zu 5 anhaengern hinten dran! oft auch mal im 3er pack unterwegs, krachen die mit ca. 130 km/h die strasse entlang und es gibt nur wenig wofuer die bremsen! also immer schoen sicherheitsabstand halten...

nach 2 tagen on the road sind wir also nun in alice springs gelandet. die groesste stadt im outback haetten wir uns wohl etwas spannender oder “pulsierender” vorgestellt. aber ich glaub ueber st. poeltens groesse kommt diese stadt - wenn ueberhaupt sicher nicht hinaus. egal, werden unsere vorraete aufstocken und ein bisserl durch die galerien mit aborigines-kunst bummeln bevor wir uns wieder ins outback schmeissen.

litchfield & kakadu np

der erste stopp auf unserem weg nach sueden war der litchfiel np. fuer uns der ideale einstieg, da es hier jede menge wasserfaelle und auch schwimmgelegenheiten gibt. das ist ja hier im norden nicht unbedingt so oft der fall, da es bis weit ins landesinnere hinein sowohl suess- als auch salzwasserkrokodile gibt. und wer da nicht aufpasst, der wird leicht zum snack fuer zwischendurch erklaert ;-) waehrend wir von einem “wasserloch” zum naechsten getingelt sind, mussten wir uns nur noch sorgen um schlangen, spinnen, moskitos und sonstiges (fuer uns neues) getier machen... nein im ernst, es ist einfach eine voellig neue umgebung fuer uns und daran muss man sich nun mal erst gewoehnen. und die exakt 72 moskito-arten in australien sind schon gewoehnungsbeduerftig, oder? trotzdem is das land hier oben wunderschoen und unerwarteter weise total gruen - klar tropische zone und so.



von litchfield aus gings weiter in den kakadu np. dieser ist wohl der bekannteste in australien und gehoert auch zum weltkulturerbe. hatten das glueck, dass jetzt im sogenannten “build up” (uebergang von trocken- auf die regenzeit) zwar die temperaturen sehr hoch sind und es extrem schwuel ist, dafuer aber auch viel weniger leute anzutreffen sind. so ist im park z.b. so wenig los, dass die campingplaetze teilweise gratis sind. fuer uns natuerlich wieder von grossem vorteil! haben uns den spass einer boots-tour am east alligator river gemacht. unser aborigines-fuehrer hat uns unterwegs viel ueber die kultur und die gebraeuche der urbevoelkerung erzaehlt. das meiste wird bis heute angewandt. das war wirklich sehr informativ und interessant. quasi zwischendurch zur abwechslung haben wir dann die salties (salzwasser krokodile) am ufer und im wasser bestaunt. wahnsinn wieviele von diesen tieren dort herumschwimmen. ich glaub bei 20 haben wir aufgehoert zu zaehlen - und dabei haben wir nur einen bruchteil zu gesicht bekommen da die meisten unter wasser waren! natuerlich haben wir uns auch “kulturell” weitergebildet und haben verschiedene staetten mit alten felsmalerein besucht. wirklich toll die farben und muster. unglaublich dass diese zeichnungen in felsvorspruengen teilweise schon 6.000 jahre alt sind! haben den park wirklich sehr genossen.


australien - erster stopp: darwin

spaet nachts sind wir ziehmlich uebermuedet nach einem ruhig flug von christchurch via sydney im tropisch schwuel-heissen darwin angekommen. nach einer kurzen nacht im eisgekuehlten (weil klimatisierten) dorm (mehrbettzimmer) schlug uns das tropische klima zum erstenmal voll ins gesicht. ueber 35 grad bei rund 80 % luftfeuchtigkeit, dafuer sind unsere europaeischen koerper einfach nicht ausgelegt! haben uns gleich ins ebenfalls klimatisierte kino gefluechtet ;-)

generell ist in darwin nicht viel los - es sei denn man steht auf parties... fuer uns war’s allerdings wichtig einen fahrbaren untersatz fuer die naechsten 3 monate aufzutreiben. leider war das angebot an vans praktisch nicht existent und ein tolles 4 wd off-road-gefaehrt wie wir es uns ertraeumt haetten war natuerlich weit jenseits unseres budgets. so haben wir uns flux zur miet-variante entschlossen und haben uns einen wicked-camper besorgt. die ausstattung ist hier aehnlich wie bei unserem neuseelaendischen van und dadurch dass es auch schon aeltere modelle sind, sind sogar 3 monate mietdauer leistbar. kleines extra sind die ausgefallenen, individuellen gestaltungen der aeusseren erscheinung. immer mit einem boesen spruch auf der hinterklappe ;-)

so war’s nach 3 tagen schon wieder so weit und es hiess fuer uns: on the road again!

mt. cook & christchurch

unsere letzte “bergstation” in neuseeland war der mt. cook (aoraki). die anfahrt war nicht sehr vielversprechend, da immer mehr wolken aufzogen und nachmittags heavy rain einsetzte. da der wetter-forecast allerdings vielversprechend war haben wir den regen ausgesessen und wurden am naechsten tag mit strahlendblauem himmel und bestem bergwetter belohnt! haben ne wunderschoene wanderung mit blick auf die gletscher und berge rund um den mt. cook unternommen und den herrlichen anblick genossen.



danach gings auch schon zu unserer letzten station in neuseeland - christchurch. hier sahen wir uns mit aufgabe betraut unseren tollen campervan zu verkaufen. die anfaenge waren jedoch nicht sehr vielversprechend. hatten uns schon darauf eingestellt entweder sehr lang nach einem kaeufer suchen zu muessen oder extrem mit dem preis runter zu gehen. aber unsere bedenken haben sich dann als unbegruendet herausgestellt und schon am 2. tag hatten wir kaeufer gefunden. so haben wir flux unseren weiterflug vorverlegt und haben die letzten tage noch gemuetlich ausklingen lassen. und dann hiess es auch schon “australien, wir kommen!”

Montag, 29. Oktober 2007

invercargill - the catlins - dunedin

schweren herzens haben wir die berge hinter uns gelassen und haben uns ganz in den sueden der inseln nach invercargill verabschiedet. nachdem wir endlich wieder mal ne dusche geniessen konnten (es gibt kaum etwas herrlicheres! ihr wisst ja alle ned wie gut ihr’s habt...), gings weiter durch die catlins nach dunedin. werden die studentenstadt jetzt mal erkunden und uns die weiteren plaene ueberlegen...

fjordland np - milford sound

wesentlich ruhiger gings da schon in te anau und im fjordland np zu. hatten wieder mal glueck mit dem wetter und so konnten wir die schiffsrundfahrt im allseits bekannten milford sound bei prachtwetter geniessen. normalerweise gehts hier ja auch ganz schoen voll zu. aber da die saison gerade erst im anlaufen ist, hatten wir gluecklicherweise nur ein paar weitere staunende touristen auf unserm ausflugsdampfer. so konnten wir fast ungestoert die landschaft und die herrlichen aussichten geniessen. ausserdem hatten wir wieder mal genau das richtige timing! noch 1 tag vor unserer ankunft war die milford road, die quer durch den nationalpark hinein nach milford fuehrt, nur mit schneeketten zu befahren. tja, wenn engerl reisen.... ;-) (ok, eigenlob stinkt ja, aber ...)



fast noch beeindruckender war allerdings unser 360 grad ausblick nach einer kurzen wanderung auf den key summit (dem letzten teilstueck des grossen routeburne track’s). rings um uns ein schneebedeckter gipfel neben dem anderen in strahlendem sonnenschein. zwar haben uns die kuehlen temperaturen etwas bibbern lassen aber bei dem anblick war das schnell vergessen! fuer die kurze gehzeit (ca. 90 min aufstieg) war das wirklich die lohnendste wanderung die man sich vorstellen kann!




und obwohl das wetter bei unserem besuch so toll war, war unsere entscheidung auf einen der 3-4 taegigen great walks zu verzichten doch richtig. die meisten sind nur teilweise begehbar. alpine streckenabschnitte sind aufgrund der hohen lawinengefahr (durch die starken schneefaelle in den letzten wochen) sowieso gesperrt. den milford track kann man beispielsweise momentan nur mit einem kurzen helikopterflug vollstaendig gehen...

lake wanaka - queenstown

bei kaltem regenwetter haben wir uns von franz josef weiter auf den weg gemacht. ueber den haast pass haben wir die southern alps gequert und kamen in ein ziemlich starkes unwetter mit heavy rain und hagel. das hat uns einerseits dazu gebracht unsere fahrt extrem zu verlangsamen, aber andererseits sind durch die starken regenfaelle auch zahlreiche wasserfaelle entstanden. und so schoss aus den waeldern rings um uns ploetzlich das wasser an unzaehligen stellen die haenge hinab - teilweise direkt auf die strasse! so erspart man sich dann die autowaesche. nachdem wir den pass hinter uns gelassen hatten, besserte sich das wetter rassant und so konnten wir am lake wanaka wieder die ringsum liegenden berge mit schneebedeckten gipfeln geniessen. einfach traumhaft!



unser naechster stopp in queenstown hat uns dann wieder einen echten kulturschock verpasst. nachdem wir ja tagelang wieder nur in klein(st)staedten unterwegs waren und somit mit einer ueberschaubaren anzahl von leuten in kontakt kamen, fuehlten wir uns in queenstown wie auf einem anderen planeten. haetten wir uns im prinzip zwar vorher denken koennen, immerhin ist dieser nette kleine ort ja die top-adresse fuer adrenalin-junkies mit unzaehligen abenteuern. angefangen vom bungee jumping (wurde hier quasi erfunden), fallschirmspringen etc etc hier kann man sich auf jede erdenkliche moeglichkeit dem naechsten kick hingeben. fuer uns wars also viel zu hektisch und laut, drum wurden nur kurz infos und nahrungsmittel gesammelt und dann haben wir schnellstens die flucht ergriffen ;-)

franz josef glacier - action pur!

falls sich jetzt jemand ueber den namen wundert... ja, dieser gletscher ist wirklich nach unserem alten kaiser benannt! der “entdecker” war angehoeriger der oesterreich-ungarischen monarchie und so bekam der gute franzl einen gletscher in neuseeland. und gemeinsam mit dem nahegelegenen fox glacier ist er einer von nur 3 gletschern weltweit, die direkt im regenwald enden.



es ist zwar nett sich so einen gletscher von der ferne zu betrachten, aber noch interessanter ist es natuerlich ihn bei einer wanderung zu erforschen. da man das hier nur mit gefuehrten touren machen kann, haben wir uns flux fuer eine solche entschieden. ausgestattet mit wasserfesten klamotten, feuchten stiefeln und so was aehnlichem wie steigeisen gings hinauf ins ewige eis. auf dem weg dorthin haben wir alle nasse fuesse bekommen da wir immer wieder durch schmelzwasser-fluesse waten mussten. drum wars auch egal wenn manche bei der ausgabe nasse schuhe ausgefasst hatten. spaetestens jetzt standen wir alle gleich tief im wasser ;-) auch wenn’s manchmal etwas schleppend voran ging, war’s trotzdem eindrucksvoll durch’s eis zu wandern und auch wenn es teilweise wie “aus schaffeln” geschuettet hat, spass hat’s trotzdem gemacht und man hat ja nicht jeden tag die chance so einen gletscher zu “erforschen”.



nachdem wir im eis auch eine gruppe von eiskletterern gesehen hatten, sind wir irgendwie auf den geschmack gekommen. reini wollte das eh schon laenger mal versuchen, und mich hatte der anblick der eiskletterer auch auf den geschmack gebracht. da sich “bloederweise” quasi direkt neben unserem campingplatz die groesste eiskletter-halle der suedlichen hemisphaere befindet, haben wir uns nach kurzem ueberlegen dazu entschlossen uns diesen spass aus noch zu geben. zwar war zumindest karin anfangs etwas skeptisch ob der schwierigkeiten die sich ergeben koennten, aber spaetestens nach dem wir das erste mal unsere aexte ins eis gehauen hatten und die ersten meter geklettert sind, waren wir nur noch feuer und flamme fuer diesen sport! sicher haben uns unsere klettererfahrungen in sachen technik geholfen und so konnten wir schon nach kurzem herausfordernde routen inklusive tunnel und ueberhaengen meistern. somit haetten wir dann wohl ein moegliches winter-projekt fuer 2008\2009 gefunden ;-)

westcoast

nachdem wir die pancake rocks in punakaiki besucht haben (gekonnt nutzten wir eine 15 minuetige regenpause ;-) ), gings weiter die westcoast entlang. aus zu erahnenden gruenden ist diese auch als “wet-coast” bekannt. immerhin ist das hier die niederschlagsreichste region neuseelands. und das will schon was heissen in diesem schoenen aber feuchten lande! in greymouth haben wir uns die zeit etwas beim grossen jaehrlichen motorrad-rennen auf dem stadt-rundkurs vertrieben. in diversen klassen traten amateure aus ganz neuseeland gegen einander an. die sicherheitsvorkehrungen waren zwar ein witz (die wissen wohl nicht was ausreichender sturzraum bedeutet), aber alle waren mit viel begeisterung dabei. und zumindest laut waren sie alle ;-)!

nelson lakes np

die straende hier in neuseeland sind ja “ganz nett” (man merkt wir sind schon total verwoehnt), aber uns zog’s trotzdem endlich wieder in die berge. nachdem es in den letzten tagen noch heftige schnee- und regenfaelle gegeben hatte, konnten wir die bergketten rund um die nelson lakes mit schneebedeckten gipfeln geniessen. zwar war’s nachts bitter, bitter kalt aber dafuer konnten wir vom mt. robert aus bis hinunter zu den southern alps sehen. generell ist das hier ein sehr schoene gegend zum wandern und man koennte hier sicher noch viel mehr unternehmen.



aber das ist ja eigentlich im ganzen land so. da jedoch das wetter hier im fruehling (ja, ihr habt herbst und wir erleben grad den fruehling!) ziehmlich niederschlagsreich ist, sind aufgrund heftiger schneefaelle derzeit viele der bekanntesten mehrtaegigen wanderungen im fjordland - zumindest teilweise - gesperrt. so auch der sehr bekannte milford track. mal schaun wie die lage ist wenn wir in ein paar tagen dort ankommen...

abel tasman np

nach einer etwas stuermischen ueberfahrt mit der faehre von wellington auf die suedinsel nach picton, mussten sich unsere maegen erst etwas erholen. tja, die cook strait (die meerenge zwischen den beiden inseln) ist bekannt fuer seine raue see.
ueber den malerischen queen charlotte drive mit seinen tollen ausblicken auf die fjordlandschaft gings weiter nach nelson. durch eine kleine unachsamtkeit bei der parkplatzauswahl durfte sich die stadtverwaltung von nelson ueber eine unfreiwillige spende von 30 dollar freuen... auf den kleinen schock hinauf haben wir gleich beschlossen die naechsten dollar fuer etwas auszugeben, das definitiv mehr fun verspricht. nach fast 4 monaten kletter-abstinenz haben wir uns endlich wieder mal auf diesem gebiet betaetigen koennen. zwar nur indoor in ‘ner kletterhalle, aber immerhin.



nachdem die wettervorhersagen eigentlich ziemlich bescheiden waren, hatten wir dann bei unserem besuch im abel tasman national park doch strahlenden sonnenschein. so konnten wir die herrliche kuestenlandschaft bei einer wanderung ausgiebig geniessen. das meer und die vegitation haben uns eigentlich schon auf asien eingestimmt - nur die temperaturen sind dort hoffentlich doch wesentlich hoeher ;-)

Samstag, 13. Oktober 2007

bestes neuseelaendisches wetter...

tja, nachdem wir bis jetzt ja meist noch frech in sandalen und kurzer hose herumgelaufen sind, hat uns das wetter hier jetzt mal ein bisschen zurueck auf den boden der tatsachen geholt. seit wir von der coromandel weg sind hat's die meiste zeit geregnet, nur kurz unterbrochen von wolkenverhangenem himmel und stuermischen wind... so haben wir unsere hauben aufgesetzt (nur selten wieder ab) und uns in rotorua eine campingplatz mit heissen quellen gegoennt. tja, wir sind am hot water beach echt auf den geschmack gekommen ;-) nachdem wir die letzten naechte zusaetzlich auch noch vom sturm in den schlaf geschaukelt wurden, sind wir nun in wellington angekommen. werden uns jetzt 2 tage in der stadt herumtummeln, taegliche heisse duschen geniessen und uns auf unsere weiterreise auf die suedinsel vorbereiten.


ps: wir wissen ja nicht ob das in europa ein thema ist, aber neuseeland hat die letzte woche quasi in schockzustand verbracht. das neuseelaendische rugby-nationalteam (die "all blacks") ist bei der wm in frankreich vorzeitig ausgeschieden. noch dazu haben sie gegen die franzosen verloren! da war die stimmung echt im keller... ;-)


zur erklaerung: rugby ist hier DER sport nr. 1 und die all blacks galten wieder mal als top favorit auf den wm-titel

coromandel peninsula

suedlich von auckland gings weiter auf die coromandel peninsula. diese halbinsel sued-oestlich von auckland zeichnet sich durch ihr ganz besonders mildes klima aus. ueber thames gings quasi an der kuestenstrasse (seeehr kurvig aber seeehr scenic!) die ostseite hinauf. ein stopp in coromandel town, eine suesse kleine stadt die vor allem bei alternativen und kuenstlern beliebt ist, hat uns auch in das coolste cafe auf gottes weiter welt gefuehrt. das driving creek cafe. haben uns so wohl dort gefuehlt, dass wir auf dem rueckweg gleich nochmal hin sind ;-)


doch vorher gings noch weiter bis zur spitze der halbinsel. um diese zu erreichen, mussten wir jedoch wieder mal eine der gefuerchteten gravel roads ueberstehen. doch zum glueck waren die ca. 30 km in relativ gutem zustand und der verkehr hielt sich auch in grenzen. das war sehr von vorteil, denn wieder war's seeehr eng und seeehr kurvig.... sind dann trotzdem heil in port jackson angekommen und haben unser heim quasi wieder direkt am strand geparkt. wir haben unsere zeit dort oben wieder mal voll genossen, wie ihr euch vorstellen koennt. idyllische sonnenuntergaenge, eine wanderung am coromandel coastel walkway. auf gut oesterreichisch: "mia ham den herrgott afoch an guaten man sei lassn". dank unseres tollen gaskochers haben wir es sogar geschafft, den fisch den uns ein camping-nachbar geschenkt hat gar zu bekommen. und er hat sogar ziehmlich gut geschmeckt, obwohl wir keine ahnung haben was es eigentlich war... ;-)




weiter gings dann noch auf die andere kueste zu den klassischen touri-punkten cathedral cove und hot water beach. der hot water beach ist deshalb so bekannt und beliebt, da man sich bei ebbe am strand kleine pools buddeln kann. diese fuellen sich dann mit heissem wasser, dass aus quellen direkt unter dem sand kommt. schaut dann ganz lustig aus wenn eine horde von leuten wie wild loecher in den sand graebt ;-) war zwar natuerlich viel mehr los als beispielsweise in port jackson, aber es war trotzdem mal was anderes und ziehmlich lustig. uebrigens, wer keine schaufel zum buddeln dabei hat - kein problem! die kann man sich rund um den strand ausborgen...










link zum driving creek cafe: http://www.drivingcreekcafe.com/

Samstag, 6. Oktober 2007

northland - the far north

von auckland aus gings richtung norden. das erste was einem bei der landschaft hier in den sinn kommt ist: so stellt man sich eigentlich irland vor. gruene huegel und schafe so weit das auge reicht. nur die palmen und die karibik-aehnlichen straende irritieren etwas ;-) . landschaftlich hat neuseeland ja so einiges zu bieten. regenwaelder, weisse sandstraende, tuerkisblaues meer, schneebedeckte berggipfel, fjorde, gruene huegellandschaften... na, hat jetzt jemand reiselust bekommen?

fuer uns gings erst mal zum waipoua forrest. hier wachsen die kauri-baeume, die hiessigen waldriesen. wirklich beeindruckend ist vor allem auch die vegitation in diesem gebiet. farne, die so gross sind wie baeume, stehen hier in einem immergruenen regenwald voll von meterhohen pflanzen die man bei uns vielleicht als strauch kennt. teilweise kommen wir uns vor als waeren wir im tropischen dschungel unterwegs. mal abgesehen von der tatsache, dass wir hier momentan ca. 15-18 grad haben. voll von neuen eindruecken haben wir erstmals nicht unser zelt aufgeschlagen, sondern unseren bus geparkt. begeistert wurde zum ersten mal mit dem neuen equipment gekocht. unsere erste eierspeis war wirklich koestlich! eine boese ernuechterung gabs nur als wir uns in unser schlafzimmer zurueckziehen wollten und das licht anmachten. geschaetzte 200 moskitos hatten sich im bus einquartiert... tja, was soll man sagen. es gab verletzte auf beiden seiten, doch am ende haben wir gesiegt. der van war zwar von oben bis unten voll mit muecken-leichen aber uns blieb keine wahl, denn unser schlaf ist uns heilig und zum blutspenden gehen wir zum roten kreuz!
lektion gelernt, bei gerinstem mueckenverdacht werden kochtaetigkeiten nur noch draussen erledigt. haben auch schon versucht eine moskitonetz-loesung zu finden und uns bastlerisch betaetigt, das ist aber leider noch nicht wirklich patentreif...

trotzdem gings frohen mutes weiter richtung cape reinga. das gilt als der noerdlichste punkt neuseelands und hat auch fuer die maoris, die urbevoelkerung neuseelands, eine grosse mythologische bedeutung. das letzte wegstueck zum cape fuehrt ueber eine gravel road (schotterstrasse). da diese auch gerade noch hergerichtet wurde, wars noch holpriger als sonst und zumindest fuer uns wars ZU holprig. noch 15 km bis zum aussichtspunkt und wir haben unseren 1. platten reifen! nachdem sich der anfaengliche schock gelegt hatte, warfen wir uns tapfer in den dreck und mit etwas hilfe eines netten lastlers schafften wir es sogar mit unserem lausigen wagenheber das rad zu wechseln. frei nach dem motto “was uns nicht umbringt, macht uns nur haerter” sind wir natuerlich noch die letzten 15 km zum aussichtspunkt gefahren ;-) aber trotzdem zittern wir jetzt bei jeder gravel road und fahren gaaaanz besonders vorsichtig!




ps:
um deine mithilfe wird gebeten...
wir sind im moment bei der namenssuche fuer unser auto. momentaner favorit ist “susi”. sind damit aber noch nicht wirklich gluecklich und bitten daher unsere werten blog-leser uns ihre ideen per kommentar bekannt zu geben!


kia ora in aotearoa!

“herzlich willkommen in neuseeland” hiess es nach unserem 12 stunden-flug von los angeles nach auckland. nachdem wir erst mal unser gepaeck im hostel verstaut hatten, gings los zur stadtbesichtung mit queens street, hafen, victoria street market, k road, mt. eden. wir wollten es eigentlich ruhig angehen lassen und uns in den naechsten tagen ein auto besorgen um damit die nord- und suedinsel zu bereisen. nachdem uns das angebot beim backpacker car market eher abgeschreckt hatte (kaum auswahl, schlechte vehikel und voellig ueberteuert), hatten wir uns schon auf eine laengere suche eingestellt. haben dann jedoch ein englisches paaerchen kennengelernt - steve & sarah jane - die ihren van zum verkauf ausgeschrieben hatten. nachdem preis, ausstattung etc ok waren wurden wir uns sehr schnell handelseinig und so hatten wir um 17.00 uhr bereits unsere(n) fahrbaren untersatz\schlafstaette fuer die naechsten wochen. das organisatorische rund um einen autokauf ist hier in neuseeland wirklich sehr einfach gestaltet. umgemeldet wird am postamt und versicherung ist auch fuer 3 monate leicht erhaeltlich.

wichtig fuer uns war, dass der van mit schlafgelegenheit ausgestattet ist da wir mittlerweile vom zelten die nase voll haben. zumal es hier in neuseeland ja bekanntlich oefter mal regnet. der hintere teil ist quasi zum doppelbett ausgebaut (so weich haben wir in den letzten 3 monaten nur selten geschlafen!). weiters koennen wir am hinteren ende quasi eine “stehbar” aufbauen die zum kochen etc. super genutzt werden kann. extras wie lampe, geschirr, bettzeug, gaskocher u.v.m. kamen auch noch mit dem auto mit. bleibt nur zu hoffen dass wir ohne groebere technische schwierigkeiten bis nach christchurch kommen - wir klopfen jetzt bitte alle 3 mal auf holz und halten fest die daumen!

kurze technische analyse:
toyota hiace
baujahr 1982
ca. 290.000 km (das ist fuer ein backpacker-auto ziemlich normal ;-) )

nachdem in auckland alles so fix erledigt war, haben wir uns erst mal mit dem noetigsten eingedeckt um uns so schnell als moeglich wieder on the road zu begeben.

tipp:
eine wirlich feine sache ist ein besuch am skytower. vor allem wenn man noch bei tageslicht hinauffaehrt und dann zum sonnenuntergang oben ein kuehles bierchen (vorzugsweise die kiwi-marke “speights”) geniesst.

Mittwoch, 26. September 2007

facts des nordamerika trips

hier noch ein paar daten unserer 3 monate in USA und kanada


gefahrene kilometer - 21510km
naechte insgesamt - 88
davon in hotels verbracht - 6
davon in hostels verbracht - 14
davon bei verwandten geschlafen - 3
davon auf campingplaetzen geschlafen - 65
naechte im zelt abgesoffen - zum glueck nur eine!
bester radiosong - rock me amadeus von falco
laengste gerade strasse ohne einmal zu lenken - ca 35km
von der polizei angehalten - kein einziges mal
coolster spruch - "he took his great chance"
die vorgeschichte dazu: wir erfuhren von einheimischen, dass im maerz 2007 ein baer im yellowstone np einen menschen getoetet hatte. vom park ranger erfuhren wir das es ein fotograf war der sich einfach zu nahe an den baeren heranwagte um einen super shot zu bekommen. von ihm stammt der spruch.
anzahl der besuchten staaten - 24 (6 davon CAN, der rest US))
anzahl der besuchten nationalparks - 19 (und noch unzaehlige national monuments und national forests)
cereals konsumiert - ca 6kg kelloggs fruit loops
schreiende kinder - zu viele

los angeles

unser letzter stopp auf diesem kontinent ist los angeles. unser hostel lag an der melrose avenue (wer erinnert sich noch an die coole serie aus den 90ern "melrose place"? ;-)) die leute hier sind mindestens genauso cool... wir besuchen das chinese theater, den walk of fame und machen die erfahrung, dass es neben etwas schraegen und abgehobenen party-people auch sehr nette, hilfsbereite und offen menschen hier gibt. natuerlich steht auch ein besuch in den universal studios auf dem programm. ok, eigentlich war's reinis grosser wunsch, aber ich muss gestehen dass sich meine anfaengliche skepsis doch gelegt hat ;-) haben die verschiedenen rides teilweise sogar 2 x gemacht! dies war auch deshalb kein problem da gott sei dank nicht so viel los war und wir kaum bei den attraktionen anstehen mussen... ansonsten sind wir dem tipp unseres einheimischen freundes mike gefolgt. frei nach dem motto "get lost" sind wir durch beverly hills etc getingelt und haben uns an den wahnsinns-buden der ami-bonzen ergoezt ;-))



nachdem wir bis zu unserem weiterflug noch ein bisserl zeit haben sind wir fuer 1 nacht nach san diego gefahren. und lasst euch gesagt sein: suedost-tangente montag frueh ist ein kindergarten gegen den verkehr hier; 6 spuren in 1 (!) richtung und trotzdem kein weiterkommen... na ja, sind jedenfalls trotzdem noch angekommen und waren sehr ueberrascht wie nett san diego - und vor allem der stadtteil ocean beach in dem wir genaechtigt haben - ist. coole surfer, palmen, hippe shopps und der laengste pier der westkueste habens in sich. auf diesem pier wird natuerlich auch gefischt und so hatten wir das glueck augenzeugen eines echten prachtfangs zu werden. ein typ hat nen fisch mit geschaetzten 100 - 120 kg an land gezogen! das teil war knappe 1,5 m lang und der kopf so gross wie der eines erwachsenen menschen! leider hatten wir keine kamera dabei - also koennen wir leider kein bildmaterial liefern...




wieder zurueck in la haben wir uns im motel einquatiert um uns auf unsere weiterreise nach neuseeland vorzubereiten. mussten nach 3 monaten unser auto ausraeumen und man kann sich wohl vorstellen, dass da so einiges zusammenkommt. alles wurde durchforstet, umgeraeumt, neu gepackt und so manches entsorgt. schweren herzens haben wir uns auch von unserem super-duper-wahnsinns-zelt getrennt. aber wir hatten einfach keinen platz mehr und ausserdem haben wir im moment eh genug vom zelteln ;-)
zum abschluss haben wir dann noch ein baseball-spiel der la-dodgers besucht. hatten in den universal studios 2 gratis-tickets bekommen. die dodgers haben zwar leider verloren aber es war trotzdem ne nette geschichte. so ein stadion is schon voll von klischees ;-) hotdogs, bier und stadion-orgel gehoeren hier einfach dazu - und wir mittendrinn!

mittlerweile haben wir unser miet-auto abgegeben (diesmal ohne nennenswerten schwierigkeiten) und sitzten jetzt die naechsten stunden am flughafen rum waehrend wir auf unseren weiterflug nach neuseeland warten.

gestern waren wir quasi noch baden, morgen wird's kalt werden in auckland...."brrrt"

Sonntag, 16. September 2007

san francisco & umgebung

von yosemite gehts richtung kueste nach san francisco. einfach ne tolle stadt! lage am meer, stimmung, leute - hier passt eigentlich alles. einziges problem ist dass es, zumindest am wochenende, nicht moeglich ist kurzfristig eine bezahlbare unterkunft zu finden. mit unserem budget schon gar nicht. deshalb ist der erste stopp nur von kurzer dauer und wir machen uns nach einer nacht im hostel auf in richtung napa- und sonoma-valley. das is hier ja quasi wie in unserer wachau. man faehrt an einem exklusiven weingut nach dem anderen vorbei und wer will kann sich durchkosten. sehr schoene gegend aber es zieht uns wieder richtung meer und so campen wir 1 nacht auf einem campingplatz am highway 1 - direkt am meer! uns ist zwar arg kalt und wir rennen abends mit haube herum, aber die lage war einfach traumhaft und wind gehoert ja nun mal zum meer.
entlang des kuesten-highways nr.1 gehts danach nochmal fuer 3 tage zurueck nach san francisco. haben in den marin headlands (gleich am noerdlichen ende der golden gate bridge) einen GRATIS-campingplatz bekommen. haben uns mit stadtbesichtigung und ein bisserl shopping die zeit vertrieben und die stadt genossen. abends geniessen wir dann immer einen herrlichen ausblick auf die golden gate bridge - quasi vom zelt aus!





tipp 1: fuer alle camping-freunde die billigst in san francisco unterkommen wollen:
einfach zum visitor center in den marin headlands gehen und fuer bis zu 3 naechte gratis campingplatz reservieren. es gibt zwar kein wasser am campingplatz aber man kann seine kanister gerne bei den netten damen & herren im visitorcenter auffuellen.
ps: dieser tipp gilt fuer jene die sich nicht vor etwas schmutz und einem dixie-klo fuerchten ;-)

tipp 2: parken
parken ist in san francisco normalerweise ziehmlich teuer. am yachthafen gibt es allerdings einen bereich namens "marina green". hier kann man tagsueber gratis parken und es sind nur 10 min zu fuss zur fisherman's wharf.



marin headlands \ golden gate recreation area: http://www.nps.gov/goga

yosemite np

dies ist einer der meistbesuchten nationalparks hier in amerika - zurecht wie wir feststellen konnten! der yosemite np vereint naturliebhaber, touristen, hiker und kletterer. die zuletzt genannte gruppe tritt hier verstaerkt auf, da der granit in yosemite ideal zum klettern ist. fast jeder hat schon einmal vom "half dome" oder "el capitan" gehoert - es ist einfach das klettermekka!

wir kamen etwas unvorbereitet in diesen park und so mussten wir etwas suchen, bevor wir einen freien campingplatz fanden. im yosemite valley ist es fast unmoeglich einen platz zu bekommen wenn man keine reservierung hat. deshalb hiess unser ausweg camp 4 - dieser campingplatz ist etwas ganz besonderes, denn er ist die geburtsstaette des modernen rockclimbing!! wenn es jemanden interessiert dann hier reinklicken - http://www.youtube.com/watch?v=D4S-hCMcFYY 




leider war im camp 4 nicht an schlaf zu denken. die ganze nacht war gerede und als wir endlich schliefen weckte uns ein ranger etwas unsanft um eine dose gatorade aus dem auto zu raeumen - tja, wir befinden uns hier ja in baerengebiet und deshalb muss alles essbare usw aus dem auto und in baerensicheren boxen verstaut werden. wir hassten den ranger zu diesem zeitpunkt!!
wir mussten naemlich am naechsten morgen frueh auf um uns fuer unseren 2tages hike fertig zu machen. unser ziel hiess - half dome!
im grossen und ganzen war der weg auf den berg sehr ok und vergleichbar mit einem anstieg in den alpen. das letzte stueck vor dem gipfel ist etwas ganz besonderes - mit hilfe von stahlkabeln zieht man sich im wahrsten sinne des wortes auf den gipfel. es ist einfach zu steil um noch gehen zu koennen - siehe wikipedia link http://de.wikipedia.org/wiki/Half_Dome.

hier der link zum park: www.nps.gov/yose/


sequoia und kings canyon np

ueber das death valley gings in die sierra nevada. zum sequoia und kings canyon np. in sequoia wachsen einige der groessten baeume der welt. sie sind zwar nicht die hoechsten aber von der holzmasse her sind sie ungeschlagen. teilweise haben die baeume einen umfang von 30 m und sind 70, 80 meter hoch. wenn man da einen normalen baum daneben sieht... mickrig! der kings canyon ist sogar tiefer als der grand canyon, auch wenn er eher wie ein normles tal ausschaut, ist es trotzdem eine sehr schoene gegend mit fluss, wasserfaellen und einfach schoener natur.


wir haben uns ja jetzt seit laengeren in baeren-gebieten aufgehalten, aber kaum in sequoia angekommen. haben wir endlich unsere 1. baeren gesichtet! wo? natuerlich am picknick-platz! wollten eigentlich grad ein spaetes mittagessen einnehmen als ploetzlich ein baer am rand der anlage auftauchte. da einige leute rundherum waren, waren wir ziehmlich sicher und konnten den baer so in gebuehrendem abstand beobachten. vor allem fuer reini wars ganz speziell, da's sein erster "wilder" baer war. doch um das ganze zu toppen kam kurz danach noch ne baeren-mama mit einem jungen vorbei - seeeehr suess das kleine! es ist schon ein tolles gefuehl die tiere beobachten zu koennen, da schaut man einfach nur in ruhe zu und geniesst. 



grand canyon - south rim

von flagstaff aus gings wieder richtung norden zu unserem 2. stopp am grand canyon. diesmal ging's zum suedlichen rand dieses naturwunders. es war keine grosse ueberraschung, dass hier 'etwas' mehr touristen unterwegs waren als am north rim. ja was sag ich, massentourismus pur! aber immerhin gilt der grand canyon ja als eine DER top-attraktionen der usa. die ausblicke auf den grund dieser riesigen schlucht waren schon beeindruckend. da wir's aber wieder mal ein bisschen genauer wissen wollten haben wir 2 wanderungen in den canyon unternommen. aber natuerlich nicht bis ganz hinunter zum colorado river, denn dafuer braucht man 2 tage und bei temperaturen von weit ueber 40 grad im canyon ist das kein zuckerschlecken. haben uns eben fuer 2 kuerzere trips entschieden und waren gebuehrend beeindruckt. da wir immer schon kurz nach sonnenaufgang unterwegs waren, damit's ned zu heiss wird, waren die farbstimmungen echt toll. 


kopfschuetteln haben bei uns wieder mal jene touris ausgeloest, die trotz ausreichender hinweise seitens der park ranger und info-tafeln, voellig unvorbereitet auf den wegen und steigen im canyon zu finden sind. uns ist schon klar dass wir's immer genau nehmen bzgl. wasser-vorraeten und geeignetem schuhwerk etc. weil wir das einfach von daheim kennen. aber wenn uns dann auf einem wirklich seeehr steilen, anstrengenden weg eine familie mit 2 kleinkindern unterkommt, alle in turnschuhen oder sandalen, kein wasser mit dabei, und die uns dann fragen ob sie bis zum fluss runter kommen, dann fragst dich echt.... (zur erklaerung, zum fluss und retour braucht man eigentlich 2 tage)

seeehr genossen haben wir auch die tollen sonnenauf- und -untergaenge. da steht man gern frueh auf!



viva las vegas

wochenlang hatten wir davon getraeumt. und dann wurden unsere hoffnungen war... willkommen in las vegas!


nach den letzten anstrengenden wochen voll von sightseeing, zelt auf- und abbauen, stundenlangen autofahrten und hitze, hatten wir fuer las vegas nur bescheidene ziele. wir wollten: ein richtiges bett, einen fernseher sowie massig bier und chips ;-) konsequent wie wir nun mal sind haben wir diesen plan voll durchgezogen und haben uns nur 1 x auf die strasse gewagt um den strip mit seinen ganzen casinos zu besichtigen und 1 x weil das bier ausging. herrliche 3 tage voll rauchen, saufen und buffet-essen... hoert sich fuer euch daheim vielleicht bloed an, fuer uns war's der himmel!


Donnerstag, 30. August 2007

flagstaff und national autovermietung

in flagstaff mussten wir halt machen, da unser mietvertrag fuer das auto in 2teilen abgewickelt wurde. die mietdauer von 3 monaten konnte nicht in deren system abgebildet werden und so erledigten wir hier die verlaengerung fuer den letzten monat. leider verlief die ganze aktion nicht nach plan und wir verbrachten am ersten tag ca 2h in mietbuero. danach wurde uns versprochen den neuen vertrag am naechsten morgen fertig abholen zu koennen - weit gefehlt! am darauffolgenden tag verbrachten wir wieder ca 2h bei dem vermieter bevor der korrekte vertrag endlich fertig war. wir waren etwas sch*** drauf denn wir zahlen ja fuer den service und so haben wir unseren dampf vor ort abgelassen.....


wir sind schon gespannt welchen zirkus wir erleben wenn wir das auto zurueckgeben - das wird ein spass!!!!!

canyon de chelly

auf dem weg nach flagstaff haben wir die route ueber den canyon de chelly (sprich: de sche) gewaehlt. jetzt koennte man meinen, schoooon wieder ein canyon. aber dieser ist doch anders.

1. ist der grund des canyon gruen (mit fluesschen, feldern, pfirsichbaeumen und allem was dazu gehoert) und das fuehrt auch schon zu punkt 2: der canyon wird teils noch immer von den navajos bewohnt. zumindest im sommer werden hier felder bebaut und man pflegt die kultur. nachteil fuer besucher ist, dass man groesstenteils nur mit navajo-guides in den canyon kann. es gibt nur 1 wanderweg den man allein machen darf.

nachdem wir uns auf dem GRATIS!-campingplatz ein plaetzchen gesichert hatten haben wir den canyon von oben besichtigt. wollten zwar eigentlich auch die wanderung auf den grund des canyon machen, aber da gewitter aufzogen haben wir das lieber sein lassen...


canyon de chelly http://www.nps.gov/cach/

mesa verde np

da wir momentan ja nicht wirklich unter zeitdruck stehen, haben wir uns dazu entschlossen vom monument valley aus doch nochmal richtung norden zu fahren um den mesa verde np zu besuchen.

dieser park ist, anders als die bisherig besuchten, nicht auf natur sondern auf geschichte ausgelegt. hier kann man die sogenannten "cliff-dwellings" besichtigen. diese in felsnieschen und -ueberhaenge gebauten gebaeude wurden um ca. 1300 n.chr. von den anasazi indianern bewohnt. teilweise kann man diese bauten mit fuehrungen oder auf eigene faust erkunden. wir haben fuer schlappe 3 $ pro person eine fuehrung zum balcony house mitgemacht. fuer uns war das ne tolle erfahrung. 1. war unser guide ein junger ranger den wir super verstanden haben und 2. hatten wir die "fun-tour" gewaehlt. d.h. wir mussten viele leitern und stufen klettern und der ausgang war nur durch einen kleinen tunnel erreichbar durch den man auf allen 4 kriechen musste ;-) auf eigene faust haben wir dann noch das spruce tree house besucht bevor uns ein gewitter ins museum getrieben hat.



haben die abwechslung beide sehr genossen - da uns dieses thema interessiert und reini sich zunehmend fuer die kunst der first nations (so nennt man indianer jetzt) begeistert.



monument valley

das monument valley - es ist fast ueberfluessig diesen originalschauplatz zu besuchen denn man kennt die gegend aus zahlreichen western und anderen filmen. wir wollten uns trotzdem von seiner schoenheit ueberzeugen und die steinernen monumente mit eigenen augen sehen... ziemlich ueberfluessig wie sich herausgestellt hat! wir waren echt bitter enttaeuscht! die gegend hier machte nicht den geringsten eindruck auf uns. vielleicht weil wir schon seit tagen in solch einer gegend unterwegs waren - wir wissen es nicht.
wir machten eine kleine roundtour mit dem auto - einen teil des parks kann man mit dem eigenen auto abfahren und man kommt auch sehr nahe an die monumente heran. an einer stelle hatten wir echt glueck nicht stecken geblieben zu sein, denn die strasse war "unpaved" und stellenweise mit viel sand bedeckt! das war ein erlebnis, aber der park an sich... naja, lassen wir das....


kleine anmerkung noch:

vielleicht lag's auch nur an unserer stimmung, dem wetter das nicht so gepasst hat, den leuten oder sonst was dass es uns nicht so gefallen hat. zur verteidigung muessen wir noch hinzufuegen dass karin schon einmal hier war und es da doch schon schoen war. vor allem bei sonnauf- und untergang, was diesmal leider nicht moeglich war da der campingplatz momentan nicht offen ist. also fuer uns war's diesmal nix, aber das soll ja niemanden davon abhalten sein glueck selbst zu versuchen ;-)


(das bild als beweis - wir haben es versucht!)

page - antelope canyon

nach laengeren beratungen hatten wir eigentlich beschlossen uns die tour zum antelope canyon zu sparen, obwohl sicher schoen, und uns dafuer ne gefuehrte tourch durchs monument valley zu goennen (eventuell per pferd). wir haben jedoch am campingplatz in page 3 nette oeberoesterreichische maedels kennen gelernt, die uns von ner alternative erzaehlt haben. normaler weise kann man nur mit einer von navajo's gefuehrten tour in den canyon, der bekannt fuer seine tollen foto-motive ist, denn er liegt in navajo-gebiet. hier wird man meist relativ schnell durchgeschleust und es ist sehr viel los. fuer 21 $ (also den selben preis wie die billigste tour) kann man sich aber auf eigene faust in den lower canyon begeben. selber canyon, nur auf der anderen seite der strasse ;-) hier wird man nur von einem guide zur sehr schmalen einstiegsstelle gefuehrt und man kann sich dann so viel zeit lassen wie man will. also kein stress und wenn man den leuten aus den weg gehen will der perfekte ausweg...


page werden wir aber auch aus ganz anderen, viel "weltlicheren" gruenden in bester erinnerung behalten. seit wochen haben wir uns zum ersten mal wieder fast-food gegoennt! und es war echt eine koestliche abwechslung zu unserer packerl- oder dosen-verpflegung die wir normalerweise so zu uns nehmen. aber wenn man bedenkt dass wir fuer die 13 $ die wir fuer burger ausgegeben haben normalerweise 6 - 7 x abendessen dann is das fuer uns echter luxus gewesen!

grand canyon north rim

wir waren zwar beide schon am south rim - und werden ihn auf unserer tour auch nochmal besuchen - aber grand canyon north rim soll doch etwas ganz anderes sein. so hatten wir bis jetzt immer gehoert. und nun koennen wir das voll und ganz bestaetigen!

allein die anfahrt durch waelder & wiesen ist schon ein krasser gegensatz zu der trockenen gegend durch die man faehrt wenn man zum south rim unterwegs ist... auch sind die temperaturen nicht so extrem, da das north rim auch etwa 300 m hoeher liegt als der suedliche teil.

obwohls beim parkeingang hiess: "sorry, campground full" war es dann doch kein problem ein plaetzchen fuer uns zu finden, denn es war genug frei. also trotzdem immer probieren!

leider war die strasse zum beliebtesten aussichtspunkt wegen eines waldbrandes (ja schon wieder...) gesperrt, aber es blieben natuerlich trotzdem immer noch genug schoene plaetzchen uebrig - so auch der angels point gleich bei der luxerioesen grand canyon lodge.

dass es uns ja nun echt besser geht als so manchem von euch, sieht man wohl auch daran, dass wir an so einem herrlichen fleckchen zum beispiel ruhig die zeit finden (endlich) wieder mal waesche zu waschen ;-)



a propos zeit:

irgendwie haben wir den letzten wochen ein paar probleme dabei festzustellen, in welcher zeitzone wir uns gerade befinden. oder besser gesagt sind wir jetzt schon 3 x durch zufall draufgekommen dass wir eine stunde zu frueh oder zu spaet dran sind! am anfang haben wir noch versucht festzustellen wo wir uns verhaut haben, wo wir eine zeitzone uebersehen haben oder so - sind aber nie zu ner loesung gekommen. mittlerweile wissen wir, dass manche bundesstaaten bzw. auch nur teile davon wie einige indianer reservate die sommerzeit haben und andere eben nicht. verwirrung also garantiert. na uns is ja eigentlich egal, nachdem wir eigentlich meist ohne uhr unterwegs sind und den wecker nur selten stellen ;-)

zion np

naechster stopp auf unserer runde durch die nationalparks war der zion nationalpark. schon die anreise durch den tunnel mit aussicht auf die checkerboard-mesa ist nen ausflug wert. am tunnel kann's nur zu wartezeiten kommen da busse, oder auch wohnmobile in truck- und busgroesse wie sie hier ja gerne mal vorkommen *grins*, teilweise zu behinderungen fuehren... da in der hochsaison der andrang der besucher im park relativ gross ist, darf man im sommer nur mit den super organisierten shuttle-bussen auf die scenic route. das haben wir natuerlich gerne in anspruch genommen da wir einen busstopp nur ein paar minuten vom zeltplatz hatten. natuerlich war's wieder mal extrem heiss. (es scheint bei uns sowieso nur extreme hitze oder ungemuetlich nass-kaltes wetter zu geben...) so war unsere 1. wanderung zu den emerald pools zwar etwas anstrengend, aber trotzdem lohnend. bei unserem 2. ausflug gings dann ans "eingemachte". dort wo der canyon ganz eng wird und nur noch der fluss fliesst kann man, bei geeigneten wetter-bedingungen, eine flusswanderung machen. eine nette, lustige abwechslung und natuerlich auch eine angenehme abkuehlung. ausgeruestet mit wanderstecken (sind echt sehr nuetzlich um nicht auszurutschen) und unseren allzweck-tewas gings durch abwechselnd tiefes wasser in den canyon. natuerlich gab's auch wanderer mit den tollsten ausruestungsgegenstaenden anrueckten. sehr in mode scheinen derzeit neopren-wander-stiefel zu sein. um ehrlich zu sein ein ziehmlich lustiger anblick, aber wer's braucht...


kleiner hinweis noch in sachen nationalparks:

falls jemand vor hat bei einer reise mehrere parks in den usa zu besuchen, unbedingt ueber den annual pass informieren! der kostet 80 $ pro fahrzeug bzw. familie. bei einem durchschnittlichen parkeintritt von normalerweise 10 bis 20 $ hat sich das sehr schnell rentiert. pass ist 1 jahr gueltig.




national park pass http://store.usgs.gov/pass/

bryce canyon

von moab aus haben wir uns auf den relativ kurzen weg zum bryce canyon np gemacht. hier haben wir uns wieder 2 tage gegoennt. die meisten besucher sind ja nur fuer ein paar stunden im park. so haben wir uns am ersten nachmittag noch ein paar aussichtspunkte in campingplatz-naehe angesehen, bevor wir dann am naechsten morgen eine wanderung durch den canyon selbst gemacht haben. von oben ist der ausblick auf die sogenannten "hoodoos" - so nennt man die steinformationen und -saeulen im canyon - schon beeindruckend. aber wenn man das ganze bei einer wanderung in den schluchten selbst auch noch aus der naehe und von einem ganz andern blickwinkel betrachten kann, wird's echt um so besser! auf verschlungen pfaden klettert man hinab und wenn man glueck hat, trifft man nur relativ wenig leute und kann das ganze relativ ungestoert geniessen. es sei denn, man trifft auf eine gruppe italiener mit etwas lauterem organ die sich quer durch den halben canyon "unterhalten" ;-)


nachmittags haben wir noch die hinteren, entlegeneren teile des parks erkundet und nachts haben wir einen ungetruebten sternenhimmel bewundert, der seines gleichen sucht! (es hat eben doch seine vorteile wenn man nachts mal raus muss ;-))


bryce canyon np http://www.nps.gov/brca/

arches np

als ausgangspunkt fuer unsere erkundung des arches np und seiner nachbarn haben wir uns moab ausgesucht. ein kleines staedtchen, dass ziehmlich auf tourismus ausgelegt ist. zahllose touren-anbieter, ausruester und guenstige und ueberdachte campingplaetze. alles was man brauchen kann ;-)


der arches np zeichnet sich durch seine grosse anzahl an "arches" und anderen atemberaubenden steinformationen aus. "arches" sind natuerliche steinboegen, die im laufe der zeit durch erosion entstanden sind. besonders ist auch die rote faerbung des gesteins in dem gebiet - ein genialer anblick! trotz der grossen hitze in dieser wueste (wir hatten um die mittagszeit sicher ueber 40 grad!) haben wir uns ins freie gewagt und haben die windows, den double arch, balanced rock, landscape arch und viele andere punkte erkundet. teilweise hatten wir glueck und es war nicht viel los, teilweise war das ganze etwas ueberlaufen (vor allem mit seltsamen ost-oesterreichischen familien ;-)) abends sind wir dann zum delicate arch gewandert. die route fuehrt ueber die alte verlassene wolf"s ranch ueber die felsen bis in eine versteckte bucht. wenn man diese dann umrundet hat kommt man in ein natuerliches amphitheater und der delicate arch steht in voller, beeindruckender groesse vor einem - echt imposant! wir haben das spiel von licht, farben und (fotografierender) touristen fuer einige stunden von einem ruhigen platzerl aus beobachtet, bevor wir beim abstieg noch selbst einen arch "entdeckt" haben ;-)



am naechsten tag haben wir noch den dead horse state park besucht. hier gibts schoene ausblicke auf den colorado river und seine canyons zu bewundern - aber 7 $ sind fuer die paar kilometer echt ueberzogen... im canyonlands np ging's mit aehnlichen aussichten und tollen schluchten weiter. abends haben wir dann nochmals einen abstecher in den arches np gemacht um uns einige formationen nochmals in tollem abendlicht zu goennen.


bisher haben wir viel schoenes auf unserer reise erlebt, aber der arches war wohl einer der genialsten spots! utah hat eben besonders viel auf diesem gebiet zu bieten...