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Mittwoch, 26. September 2007

facts des nordamerika trips

hier noch ein paar daten unserer 3 monate in USA und kanada


gefahrene kilometer - 21510km
naechte insgesamt - 88
davon in hotels verbracht - 6
davon in hostels verbracht - 14
davon bei verwandten geschlafen - 3
davon auf campingplaetzen geschlafen - 65
naechte im zelt abgesoffen - zum glueck nur eine!
bester radiosong - rock me amadeus von falco
laengste gerade strasse ohne einmal zu lenken - ca 35km
von der polizei angehalten - kein einziges mal
coolster spruch - "he took his great chance"
die vorgeschichte dazu: wir erfuhren von einheimischen, dass im maerz 2007 ein baer im yellowstone np einen menschen getoetet hatte. vom park ranger erfuhren wir das es ein fotograf war der sich einfach zu nahe an den baeren heranwagte um einen super shot zu bekommen. von ihm stammt der spruch.
anzahl der besuchten staaten - 24 (6 davon CAN, der rest US))
anzahl der besuchten nationalparks - 19 (und noch unzaehlige national monuments und national forests)
cereals konsumiert - ca 6kg kelloggs fruit loops
schreiende kinder - zu viele

Sonntag, 19. August 2007

victoria

victoria ist eine wunderschoene stadt und wem vancouver oder seattle oder so gefaellt, der sollte hier unbedingt mal vorbeischauen!! downtown, sofern man das hier so nennen kann, liegt direkt am wasser und besticht nicht durch seine wolkenkratzer sondern durch die nachbarliche atmosphaere. obwohl es eine grossstadt ist, fuehlt man sich hier absolut nicht so! es gibt immer wieder sehr nette kleine laeden oder hotels. wo man hinsieht blueht und spriesst alles und man hat den eindruck alle leute hier sind sehr relaxt. natuerlich liegt ein hauch von grossbritannien ueber der stadt den man bei den bauten erkennt. wir haben etwas ausserhalb auf einem campingplatz geschlafen und sind dabei auf eine, fuer uns etwas ungewohnte, freizeitbeschaeftiung gestossen - battingboxen. karin ist natuerlich, durch ihre softball vergangenheit, ein profi in dem sport, aber ich denke wir haben uns beide nicht 100%ig blamiert ;-) von victoria gings dann per faehre, wir hatten echt glueck noch draufzukommen - wir waren das 3t letzte auto, nach port angeles. die ueberfahrt dauerte ca 1 1/2 stunden und wir haben uns sehr ueber die dialoge der 20jaehrigen maedels neben uns amuesiert. die maedels waren alle in deutschland und OE auf au-pair und haben auf der faehre ihre erfahrungen ausgetauscht - schon witztig was die alles als "nicht normal" empfinden ;-))

vancouver island


von vancouver aus gings mit der der faehre hinueber nach vancouver island. leider hat das wetter nicht so wirklich mitgespielt und wir hatten einige tage schlechteres wetter. drum sind wir's eher ruhig angegangen und haben uns mit bier - ein seltener luxus fuer uns! - und einem sehr coolen ausflug in die hoehlen der horne lake region bei laune gehalten. die hoehlen haben wir ausgeruestet mit festem schuhwerk, warmer kleidung inkl. haube und stirnlampe in eigenregie erkundet. innen hat es naemlich nur kalte 5 grad. die hoehlen sind nicht besonders gross ( max. 40 meter tief), aber dafuer konnten wir uns im kraxeln wieder mal austoben und haben die spektakulaersten routen gesucht - und gefunden ;-). da's ja sonst mit dem klettern im moment ned laeuft (ausruestung aus platzgruenden ned mit dabei und noch nichts zum ausborgen gefunden...) war das ne seeehr willkommene abwechslung die wir sehr genossen haben!

abgerundet haben wir unseren insel-besuch noch mit einem zwischenstopp in victoria, uebrigens hauptstadt von british columbia. die stadt ist zwar natuerlich sehr auf touristen eingestellt. trotzdem wars - vor allem wegen des besseren wetters - eine willkommene abwechslung.

Montag, 6. August 2007

banff & jasper nationalparks

letzte woche ging's von edmonton weiter richtung westen. unser ziel waren die nationalparks banff und jasper. kurz nach edmonton liessen sich die rocky mountains schon am horizont erblicken und dem entsprechend schnell veraenderte sich die landschaft. die letzten tage waren wir ja durch weite ebenen gefahren und nun gings ziehmlich rasch in hoehere gefilde. das wetter war toll und wir haben gigantische ausblicke auf die bis zu 3.500 meter hohen gipfel genossen. natuerlich fuer reini - unseren bergfex - war das ein genuss! schneebeckte gipfel, gletscher, wilde fluesse voll schmelzwasser... fuer naturfans wie uns ist dieses nationalpark-gebiet wirklich ein traum! ueber den icefield-parkway gins von jasper aus richtung sueden. diese aussichtsstrasse fuehrt durch die nationalparks von banff und jasper quer durch die canadischen rockies. hoechster aussichtspunkt ist das icefield center am athabasca-gletscher. hier kann man direkt bis zum "ewigen" eis spazieren. auf dem weg wir einem jedoch bewusst wie stark die gletscher zurueckgehen. entlang des weges gibt es markierungen, die zeigen wie stark der gletscher in den letzten jahrzehnten zurueckgegangen ist... trotz des eisigen windes der uns um die nasen wehte, war's ein beeindruckendes erlebnis.

witzig: am icefield centre haben wir bikes von OEern stehen sehen und uns nichts dabei gedacht. jetzt sind wir draufgekommen, dass die beiden bikebesitzer ja aus unserer gegend stammen - http://www.2roadrunners-on-tour.at/ - alles gute max und heidi!


bekannt ist die region natuerlich auch fuer seine tierwelt. elk, wapiti, schwarzbaeren, grizzlies und bergziegen sind hier sehr oft anzutreffen. und bis auf die baeren haben wir auch alles vor die linse bekommen! um die umgebung noch besser zu erkunden, und um den touristen aus dem weg zu gehen ;-), haben wir wieder ein paar kleine hikes unternommen. insgesamt haben wir fuer die ca. 230 km rund 3 tage gebraucht. wir haben uns also wirlklich zeit gelassen, denn die meisten besucher machen diese strecke in ca. 5 stunden! da haben wir den zeitfaktor mal wieder so richtig ausgespielt!


ueber den yoho nationalpark gings weiter richtung westen und raus aus den rockies. ueber kamloops gings via route 99 durch sehr karge gebiete. ein krasser gegensatz zu dem herrlichen blau und gruen der berge die wir in den letzten tagen genossen hatten. nun praegten sagebrush und zerfurchte canyons das land. zwar war der kontrast schon sehr gross, trotzdem ein beeindruckendes bild wenn ueber einer solchen landschaft regenwolken aufziehen. haben hier auch noch einen netten campingplatz der speziellen art gefunden ;-) mitten in der kargen landschaft, an einem flusslauf, gibt's nen zeltplatz mit dickem gruenen rasen und man denk nur "wie herrlich"! doch dann bemerkt man die geleise einige meter weiter links, danach die geleise etwas weiter rechts man registriert: he; ich sitzt mit meinem zelt zwischen 2 zugstrecken! der nette tipp der platzwaerterin man solle besser ohropax verwenden erscheint ploetzlich seeehr sinnvoll... nichtsdestotrotz haben wir eine der angenehmsten naechte seit tagen genossen. endlich war's nicht mehr so kalt wie in den bergen, und die canadian railway duerfte in ihrem fahrplan doch unser schlafbeduerfniss beachtet haben ;-)






Mittwoch, 1. August 2007

on the road again

da unsere weiteren ziele an der pazifik kueste liegen bzw in ihrer naehe, hiess es erstmal ab ins auto und kilometer machen. 5 tage haben wir nur den geruch vom interieur und den staub der strasse genossen.

sehr gelegen hierfuer kam uns der trans kanada highway (http://www.transcanadahighway.com/) welcher quer durch das land fuehrt. wir haben sehr schoene landschaftsabschnitte bewundert und auch die groesse dieses landes wurde uns in den letzten tagen etwas bewusst. wir sind jeden tag zwischen 700 und 900 kilometer gefahren und dass, man beachte, bei hoechstgeschwindigkeiten von 120 km\h (und da halten wir uns bei weitem nicht mehr an die geschwindigkeitsbegrenzungen!)


in ontaria und entlang des lake superior war es bergig und bewaldet und teilweise haben wir buchten gesehen, die koennten aus einem karibik abenteuer stammen - einfach traumhaft. je weiter wir nach westen kamen, d.h. so in etwa in manitoba beginnend sind aus den bergen dann "kleine huegel" bis "unebenheiten in der weiten praerie" geworden. felder und ebenen so weit das auge reicht.

in saskatchewan hat sich dieses bild 1:1 fortgesetzt und auch hier in alberta haben wir noch nicht viel von bergen gesehen - bis auf einen. gleich neben unserem campingplatz ist ein huegel, der wuerde in OE daheim nicht mal fuer eine kinderskipiste reichen, aber hier ist sogar ein 2er sessellift installiert ;-) fuer uns OEer natuerlich total unverstaendlich!

algonquin provincial park - 3 tage wildnis mit wolf & co


von montreal auch machten wir uns, nach einem kurzen abstecher nach ottawa, auf den weg nach ontario in den algonquin park. reini hatte bei seinem 1. besuch vor 2 jahren hier schon eine kanu-tour unternommen, und so eine wollten wir nun auch unternehmen. nachdem wir unseren vermieter = outfitter gefunden hatten, musste nur noch unser gepaeck 2 x in plastiksaecke verpackt, eine route festgelegt werden und dann gings auch schon schnurstracks raus auf den tollen, spiegelglatten opuengo-lake. nach 5 stuendiger tour und einer portage (= das kanu + gepaeck werden ueber eine kurze oder auch laengere wegstrecke von einem gewaesser zum anderen getragen) bei der wir bei lebendigem leibe von moskitos der unbarmherzigsten art aufgefressen wurden, kamen wir am lake proulx an und fanden einen schoenen zeltplatz. eigentlich hatten wir ja eine ganze halbinsel fuer uns allein. natuerlich inkl. gut ausgestatteter feuerstelle, wald-klo und privatstrand.

es war toll mitten in der natur und ab von der "zivilisation" zu sein, doch natuerlich auch sehr ungewohnt. speziell karin hatte am ersten abend mit den ungewohnten geraeuschen, wie zum beispiel dem wolf-geheult rund herum so ihre probleme ;-) doch nachdem uns in der ersten nacht kein baer gefressen hatte, unternahmen wir am 2. tag schon mutig expeditionen ins weitere hinterland. die landschaft war einfach traumhaft! zwar haben wir keine moose gesehen, doch es war trotzdem ein toller ausflug!


am 3. tag war unser abenteuer auch schon wieder fast zu ende. nachdem wir mit schlechten windverhaeltnissen bei der rueckfahrt rechnen mussten, sind wir schon sehr frueh aufgebrochen und haben dadurch die ersten stunden das wasser nur mit ein paar enten teilen muessen - sonst war weit und breit wieder kein mensch zu sehen. nachdem wir diesemal den weg schon kannten, konnte uns reini super zurueck zu sicheren ufern navigieren.


es waren wirklich tolle 3 tage die wir beide sehr genossen haben! es wird wohl nicht der letzte ausflug dieser art gewesen sein...
wer plant nach ontario zu reisen sollte auf keine fall den algonquin park auslassen! - http://www.algonquinpark.on.ca/

unterwegs in kanada, 1. stopp montreal


nachdem wir also in den usa doch etwas feuchteres wetter hatten, dachten wir ein ortswechsel wuerde uns gut tun..

also haben wir uns nach kanada, genauer gesagt montreal aufgemacht. hier haben wir unterschlupf bei unseren lieben exil-oesterreichern tante lotte & onkel lois gefunden (wer sich bei den verwandschaftlichen verhaeltnissen spangl\hell nicht auskennt: onkel lois = bruder von karins opa muetterlicherseits). die extra gehisste oesterreich-fahne ersoff jedoch sprichwoertlich im regen als wir waschelnass an die haustuer klopften. nach herzlichem empfang genossen wir unsere 1. dusche seit rund 7 (!) tagen! ihr koennt euch nicht vorstellen was fuer ein glueck das war (sowohl fuer uns als auch fuer unsere gastgeber ;-) ) uebers wochenende konnten wir endlich wieder in einem richtigen bett schlafen, haben uns mit tollem essen den bauch vollgeschlagen (endlich mal wieder fleisch und eiscrem und bier und...) und wurden super verwoehnt. da das wetter am 2. tag dann doch noch vieeeel besser wurde, haben wir uns noch ein bisserl die stadt angesehen.



montreal hatte jedoch auch eine kleine ueberraschung fuer uns bereit:



dank der hilfe von tante lotte wurden wir unseren "gas guzzler" (= viel benzin verbrauchenden auto), den pt cruiser, los! so fahren wir nun mit einem schnittigen hyundai elantra durch die gegend und der clou dabei: dieses auto hat jetzt sogar tempomat! reini konnte sein glueck kaum fassen und auch ich hab mich mittlerweile an die vorteile einer solchen erfindung gewoehnt!
(rechts also unser alter guzzler und links unser neues supergeschoss)