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Montag, 9. Juni 2008

vietnam's sueden im schnelldurchlauf

da unser letzter eintrag schon ein zeit'l her ist, kurze status-aktualisierung:


von hue aus ging's zuerst nach hoi an weiter. ein nettes kleines staedtchen, das vor allem fuer seine zauberhafte, charmante altstadt und seine unzaehligen schneider bekannt ist. selbst wenn man's gar nicht geplant hat, kommt man in hoi an einfach nicht drum herum sich kleidung schneidern zu lassen. es ist einfach zu billig um nein zu sagen... ;-) waehrend unseres kurz-aufenthaltes von 28 stunden hatten wir aber trotzdem noch genuegend zeit fuer einen besuch der tempel-ruinen von my son.


nach so viel aufregung mussten wir dann endlich wieder ein paar strand-tage einlegen. erst in nha trang und dann nochmal in mui ne bevor's weiter nach saigon ging. saigon - oder ho chi minh city wie die stadt ja offiziell heisst - hat uns ziehmlich enttaeuscht, deshalb ging's flott wieder weiter richtung kambodscha.

Donnerstag, 22. Mai 2008

hue

fuer unsere weiterreise richtung sueden nach hue, haben wir uns wieder mal fuer den nachtzug entschieden. das ist zwar nicht unbedingt die billigste variante, aber erspart einem 12 stuendige horror-busfahrten. eigentlich wollten wir die "bessere" soft-sleeper variante buchen (4 betten pro abteil), aber die waren trotz fruehzeitiger buchung schon ausgebucht. also mussten wir mit der "hard-sleeper" variante vorlieb nehmen. wir wussten da nur, dass 6 personen im abteil schlafen. aber ob wir nun wirklich quasi auf holzbrettern liegen wuerden?? zum glueck war das nicht er fall. ;-) die matratzen sind vielleicht etwas duenner und man hat halt weniger platz, dafuer aber lernt man viele nette leute kennen. in unserem abteil hatten die frauen die ueberhand. 4 frauen, 2 maenner und dann noch 2 kleine kiddies bei oma bzw mama schliefen und zum glueck seeehr brav und leise waren...

hue ist bekannt als die alte kaiserstadt vietnams und war bis 1945 die hauptstadt vietnams. die alten kaiser-palaeste wurden im krieg gegen die usa leider stark durch bombardements beschaedigt, sind aber immer noch sehr beeindruckend. vieles wurde und wird wieder rekunstruiert. das alte viertel an sich ist zwar gross, aber trotzdem gut zu fuss zu erkunden. und wenn man einfach so durch die strassen spaziert, sieht man wieder das vietnamesische alltagsleben - ohne touristen. da gruessen dich die kinder neugierig, und jeder zweite reagiert erstaunt auf reini's bartwuchs. maenner fragen erstaunt wie lang er den bart schon wachsen laesst, waehrend die frauen eher ziemlich amuesiert sind und kinder oft erstaunt die augen aufreissen. fuer reini ist das natuerlich mit der zeit schon ziemlich nervig. aber meinen vorschlag profit aus seiner misere zu schlagen (1 x bart anfassen fuer 1 dollar) schlaegt er immer noch aus ;-)



ansonsten muessen wir unbedingt noch unser hotel erwaehnen. ein echtes juwel! die leute soooo nett, die zimmer ein hit (dank satelien-tv konnte das champions-legue finale live beobachtet werden ;-)), das angeschlossene restaurant ein hammer! wenn wir nicht schoen langsam unter einem gewissen "zeitdruck" stehen wuerden, blieben wir glatt noch ein paar tage extra... *grins* also wen's zufaellig mal nach hue verschlaegt: unbedingt im hung vuong inn (in selbiger strasse) absteigen!


ps: auf reinis picasa-seite gibt's wieder mal ein paar neue fotos zu sehen...

Dienstag, 20. Mai 2008

halong bay

die beruehmte halong-bucht mit ihren unzaehligen aus dem wasser ragenden kalksteinformationen, liegt oestlich von hanoi im golf von tonkin. natuerlich ist das angebot an touren und ausfluegen dorthin enorm. von tagesausfluegen bis hin zu tage-langen luxus-kreuzfahrten, fuer jeden ist was im programm. leider gibt es unter den veranstaltern aber sehr viele schwarze schafe die viel versprechen aber kaum etwas halten. die suche nach einem geeigneten anbieter war deshalb muehsam und ziehmlich nervig. aber wenn man keine kunden anbruellenden tour-guides oder versiffte schiffe haben will, muss man sich das wohl oder uebel antun. zum glueck gilt hier in vietnam wenigstens das motto "pay more, get more". wenn man also von den billig-touren, die 3 taegige ausfluege fuer 35 oder 40 us dollar anbieten, etwas abstand haelt, hat man schon mal bessere chancen auf erfolg. nach langem ueberlegen haben wir eine 2 taegige tour mit uebernachtung auf einer dschunke gebucht. und es hat sich ausgezahlt. wir wurden puenktlich abgeholt (unglaublich!), unser tourguide schrie uns nicht an sondern war sehr informativ und nett, und wir waren gerade mal 8 leute am boot. quasi voller erfolg. ;-)




tja, die halong bucht ist eben kein geheimtipp mehr... ;-)


von hanoi aus ging's erst mal mit dem mini-bus 3 stunden bis nach halong city. hier werden taeglich tausende von touris auf hunderte von booten verschifft. ein unglaubliches getuemmel! aber trotzdem scheinen alle auf dem richtigen boot zu landen. gemeinsam mit dutzenden anderen ausflugsschiffen geht's hinaus in die bucht, vorbei an den beruehmten felsinseln. unterwegs besuchen wir die "surprise-cave", eine der riesiegen kalksteinhoehlen die es in der gegend gibt. natuerlich ist auch hier alles ziehmlich ueberlaufen, aber trotzdem ziehmlich beeindruckend. spaeter steht dann koerperliche ertuechtigung am programm. mit dem kajak geht's durch hoehlen und in tolle lagunen. auf unserer fahrt kommen wir auch an schwimmenden doerfern vorbei. unglaublich, das manche familien auf einem boot mit vielleicht 3 quadratmetern zu zweit oder sogar zu dritt leben! von zeit zu zeit kommt auch ein "schwimmender supermarkt" vorbei. die besitzerinnen und bootsfuehrerinnen in personalunion verkaufen so ziehmlich alles was man brauchen koennte. bier, zigaretten, kekse, gemuese, toilettenpapier und so weiter.

schwimmender supermarkt



wohnung, arbeitsplatz und transportmittel in einem



ps: allen, die wie wir hilfe im angebots-wirrwarr feststecken, koennen wir den anbieter VEGA TRAVEL empfehlen. www.vegatravel.vn

good morning vietnam!

ok, sorry fuer die verwendung dieses doch schon ziehmlich abgedroschenen film-zitats, aber es passt halt... ;-)

nach unserem flug von vientiane nach hanoi muessen wir erst mal feststellen: vietnam airlines hat mit abstand die bequemsten - weil breitesten - sitze und die meiste beinfreiheit die wir seit langem in einem flugzeug geniessen durften. also nix mit fliegender reiskocher oder so ;-)
wir waren ja schon echt gespannt auf unsere naechste asienstation vietnam. in den letzten wochen hatten uns reisebekanntschaften naemlich ein horror-gschichtl nach dem anderen erzaehlt. leute unfreundlich bis zum geht nicht mehr, alles abzocker etc. - na da brach richtig vorfreude aus... vielleicht sind also unsere ersten eindruecke deshalb also ueberraschend positiv. haben uns fuer 2 tage in hanoi's "old quater" in der naehe der alten katholischen kathedrale einquartiert. es ist heiss, der verkehr ist ein wahnsinn, in den strassen vollkommen verstopft von fussgaengern, mopeds und autos von denen sich niemand an eventuell gueltige verkehrsregeln haelt und trotzdem ist die stadt echt genial! die meisten gebaeude sind noch im franzoesischen kolonial-stil, die leute gehen einem nicht auf die nerven und es gibt ueberall so viel zu sehen! in den kleinen gassen sitzen familien gemeinsam beim essen, die markt-frauen tragen den ganzen tag ihre ware durch die stadt. Im alten Viertel findet man in jeder Strasse ein anderes Gewerbe. In einer gibt's Malerbedarf, in der naechsten ist der Blumenmarkt, um die naechste Ecke bekommt man Schuhe,... ein uraltes System das immer noch besteht. man kann's nur schwer beschreiben, aber die atmosphaere hier ist echt einmalig!





eine besondere erwaehnung "verdient" sich auf alle faelle noch der vietnamesische strassenverkehr:

wir haben ja in den letzen monaten schon einiges erlebt. der erste schock auf bali, kamikaze-fahrer in thailand etc. aber was hier auf den strassen abgeht, das geht unter keinen hut mehr! gefahren wir nur unter einsatz von dauergehube, staendiger verwendung der lichthupe und dem ruecksichtslosestem fahrstil den man sich vorstellen kann. korrektur, das kann man sich nicht vorstellen! ist man zu fuss unterwegs, koennte man sich auf die gehsteige retten. die sind aber leider voellig zugeparkt. also ab auf die fahrbahn wie alle anderen auch... ;-) ein erlebnis der besonderen art hat man dann noch jedesmal wenn man die strasse ueberqueren moechte. natuerlich gibt es so gut wie keine fussgaenger-uebergaenge mit ampeln. und wenn doch, dann haelt eh kein mensch davor an. instinktiv wuerde man die "flucht-nach-vorn"-methode waehlen, aber das ist der sichere tod. hier deshalb die verhaltensanweisungen zum "zebrastreifen-losen"-ueberleben:


1. atme tief durch und ignoriere dabei die abgase -wenn du nicht schon laengst, wie die meisten locals, eine gesichtsmaske traegst)

2. beginne laaaangsam deinen weg ueber die voll befahrene fahrbahn. auch wenn du's gerne tun wuerdest, schliesse nicht die augen, sondern suche augenkontakt mit den dir entgegenrasenden fahrzeugen.

3. der verkehr beginnt langsam um dich herum zu fliessen. hin und wieder kurz anhalten, aber versuchen richtung und geschwindigkeit bebehalten.

4. erstmal wieder in sicherheit auf der anderen strassenseite: drehe dich unglaeubig um, betrachte die 4-spurige voll befahrene strasse die du gerade ohne verletztungen ueberquert hast, und sprich ein kurzes stossgebet


eine ganz normale kreuzung... ;-)