Donnerstag, 30. August 2007

flagstaff und national autovermietung

in flagstaff mussten wir halt machen, da unser mietvertrag fuer das auto in 2teilen abgewickelt wurde. die mietdauer von 3 monaten konnte nicht in deren system abgebildet werden und so erledigten wir hier die verlaengerung fuer den letzten monat. leider verlief die ganze aktion nicht nach plan und wir verbrachten am ersten tag ca 2h in mietbuero. danach wurde uns versprochen den neuen vertrag am naechsten morgen fertig abholen zu koennen - weit gefehlt! am darauffolgenden tag verbrachten wir wieder ca 2h bei dem vermieter bevor der korrekte vertrag endlich fertig war. wir waren etwas sch*** drauf denn wir zahlen ja fuer den service und so haben wir unseren dampf vor ort abgelassen.....


wir sind schon gespannt welchen zirkus wir erleben wenn wir das auto zurueckgeben - das wird ein spass!!!!!

canyon de chelly

auf dem weg nach flagstaff haben wir die route ueber den canyon de chelly (sprich: de sche) gewaehlt. jetzt koennte man meinen, schoooon wieder ein canyon. aber dieser ist doch anders.

1. ist der grund des canyon gruen (mit fluesschen, feldern, pfirsichbaeumen und allem was dazu gehoert) und das fuehrt auch schon zu punkt 2: der canyon wird teils noch immer von den navajos bewohnt. zumindest im sommer werden hier felder bebaut und man pflegt die kultur. nachteil fuer besucher ist, dass man groesstenteils nur mit navajo-guides in den canyon kann. es gibt nur 1 wanderweg den man allein machen darf.

nachdem wir uns auf dem GRATIS!-campingplatz ein plaetzchen gesichert hatten haben wir den canyon von oben besichtigt. wollten zwar eigentlich auch die wanderung auf den grund des canyon machen, aber da gewitter aufzogen haben wir das lieber sein lassen...


canyon de chelly http://www.nps.gov/cach/

mesa verde np

da wir momentan ja nicht wirklich unter zeitdruck stehen, haben wir uns dazu entschlossen vom monument valley aus doch nochmal richtung norden zu fahren um den mesa verde np zu besuchen.

dieser park ist, anders als die bisherig besuchten, nicht auf natur sondern auf geschichte ausgelegt. hier kann man die sogenannten "cliff-dwellings" besichtigen. diese in felsnieschen und -ueberhaenge gebauten gebaeude wurden um ca. 1300 n.chr. von den anasazi indianern bewohnt. teilweise kann man diese bauten mit fuehrungen oder auf eigene faust erkunden. wir haben fuer schlappe 3 $ pro person eine fuehrung zum balcony house mitgemacht. fuer uns war das ne tolle erfahrung. 1. war unser guide ein junger ranger den wir super verstanden haben und 2. hatten wir die "fun-tour" gewaehlt. d.h. wir mussten viele leitern und stufen klettern und der ausgang war nur durch einen kleinen tunnel erreichbar durch den man auf allen 4 kriechen musste ;-) auf eigene faust haben wir dann noch das spruce tree house besucht bevor uns ein gewitter ins museum getrieben hat.



haben die abwechslung beide sehr genossen - da uns dieses thema interessiert und reini sich zunehmend fuer die kunst der first nations (so nennt man indianer jetzt) begeistert.



monument valley

das monument valley - es ist fast ueberfluessig diesen originalschauplatz zu besuchen denn man kennt die gegend aus zahlreichen western und anderen filmen. wir wollten uns trotzdem von seiner schoenheit ueberzeugen und die steinernen monumente mit eigenen augen sehen... ziemlich ueberfluessig wie sich herausgestellt hat! wir waren echt bitter enttaeuscht! die gegend hier machte nicht den geringsten eindruck auf uns. vielleicht weil wir schon seit tagen in solch einer gegend unterwegs waren - wir wissen es nicht.
wir machten eine kleine roundtour mit dem auto - einen teil des parks kann man mit dem eigenen auto abfahren und man kommt auch sehr nahe an die monumente heran. an einer stelle hatten wir echt glueck nicht stecken geblieben zu sein, denn die strasse war "unpaved" und stellenweise mit viel sand bedeckt! das war ein erlebnis, aber der park an sich... naja, lassen wir das....


kleine anmerkung noch:

vielleicht lag's auch nur an unserer stimmung, dem wetter das nicht so gepasst hat, den leuten oder sonst was dass es uns nicht so gefallen hat. zur verteidigung muessen wir noch hinzufuegen dass karin schon einmal hier war und es da doch schon schoen war. vor allem bei sonnauf- und untergang, was diesmal leider nicht moeglich war da der campingplatz momentan nicht offen ist. also fuer uns war's diesmal nix, aber das soll ja niemanden davon abhalten sein glueck selbst zu versuchen ;-)


(das bild als beweis - wir haben es versucht!)

page - antelope canyon

nach laengeren beratungen hatten wir eigentlich beschlossen uns die tour zum antelope canyon zu sparen, obwohl sicher schoen, und uns dafuer ne gefuehrte tourch durchs monument valley zu goennen (eventuell per pferd). wir haben jedoch am campingplatz in page 3 nette oeberoesterreichische maedels kennen gelernt, die uns von ner alternative erzaehlt haben. normaler weise kann man nur mit einer von navajo's gefuehrten tour in den canyon, der bekannt fuer seine tollen foto-motive ist, denn er liegt in navajo-gebiet. hier wird man meist relativ schnell durchgeschleust und es ist sehr viel los. fuer 21 $ (also den selben preis wie die billigste tour) kann man sich aber auf eigene faust in den lower canyon begeben. selber canyon, nur auf der anderen seite der strasse ;-) hier wird man nur von einem guide zur sehr schmalen einstiegsstelle gefuehrt und man kann sich dann so viel zeit lassen wie man will. also kein stress und wenn man den leuten aus den weg gehen will der perfekte ausweg...


page werden wir aber auch aus ganz anderen, viel "weltlicheren" gruenden in bester erinnerung behalten. seit wochen haben wir uns zum ersten mal wieder fast-food gegoennt! und es war echt eine koestliche abwechslung zu unserer packerl- oder dosen-verpflegung die wir normalerweise so zu uns nehmen. aber wenn man bedenkt dass wir fuer die 13 $ die wir fuer burger ausgegeben haben normalerweise 6 - 7 x abendessen dann is das fuer uns echter luxus gewesen!

grand canyon north rim

wir waren zwar beide schon am south rim - und werden ihn auf unserer tour auch nochmal besuchen - aber grand canyon north rim soll doch etwas ganz anderes sein. so hatten wir bis jetzt immer gehoert. und nun koennen wir das voll und ganz bestaetigen!

allein die anfahrt durch waelder & wiesen ist schon ein krasser gegensatz zu der trockenen gegend durch die man faehrt wenn man zum south rim unterwegs ist... auch sind die temperaturen nicht so extrem, da das north rim auch etwa 300 m hoeher liegt als der suedliche teil.

obwohls beim parkeingang hiess: "sorry, campground full" war es dann doch kein problem ein plaetzchen fuer uns zu finden, denn es war genug frei. also trotzdem immer probieren!

leider war die strasse zum beliebtesten aussichtspunkt wegen eines waldbrandes (ja schon wieder...) gesperrt, aber es blieben natuerlich trotzdem immer noch genug schoene plaetzchen uebrig - so auch der angels point gleich bei der luxerioesen grand canyon lodge.

dass es uns ja nun echt besser geht als so manchem von euch, sieht man wohl auch daran, dass wir an so einem herrlichen fleckchen zum beispiel ruhig die zeit finden (endlich) wieder mal waesche zu waschen ;-)



a propos zeit:

irgendwie haben wir den letzten wochen ein paar probleme dabei festzustellen, in welcher zeitzone wir uns gerade befinden. oder besser gesagt sind wir jetzt schon 3 x durch zufall draufgekommen dass wir eine stunde zu frueh oder zu spaet dran sind! am anfang haben wir noch versucht festzustellen wo wir uns verhaut haben, wo wir eine zeitzone uebersehen haben oder so - sind aber nie zu ner loesung gekommen. mittlerweile wissen wir, dass manche bundesstaaten bzw. auch nur teile davon wie einige indianer reservate die sommerzeit haben und andere eben nicht. verwirrung also garantiert. na uns is ja eigentlich egal, nachdem wir eigentlich meist ohne uhr unterwegs sind und den wecker nur selten stellen ;-)

zion np

naechster stopp auf unserer runde durch die nationalparks war der zion nationalpark. schon die anreise durch den tunnel mit aussicht auf die checkerboard-mesa ist nen ausflug wert. am tunnel kann's nur zu wartezeiten kommen da busse, oder auch wohnmobile in truck- und busgroesse wie sie hier ja gerne mal vorkommen *grins*, teilweise zu behinderungen fuehren... da in der hochsaison der andrang der besucher im park relativ gross ist, darf man im sommer nur mit den super organisierten shuttle-bussen auf die scenic route. das haben wir natuerlich gerne in anspruch genommen da wir einen busstopp nur ein paar minuten vom zeltplatz hatten. natuerlich war's wieder mal extrem heiss. (es scheint bei uns sowieso nur extreme hitze oder ungemuetlich nass-kaltes wetter zu geben...) so war unsere 1. wanderung zu den emerald pools zwar etwas anstrengend, aber trotzdem lohnend. bei unserem 2. ausflug gings dann ans "eingemachte". dort wo der canyon ganz eng wird und nur noch der fluss fliesst kann man, bei geeigneten wetter-bedingungen, eine flusswanderung machen. eine nette, lustige abwechslung und natuerlich auch eine angenehme abkuehlung. ausgeruestet mit wanderstecken (sind echt sehr nuetzlich um nicht auszurutschen) und unseren allzweck-tewas gings durch abwechselnd tiefes wasser in den canyon. natuerlich gab's auch wanderer mit den tollsten ausruestungsgegenstaenden anrueckten. sehr in mode scheinen derzeit neopren-wander-stiefel zu sein. um ehrlich zu sein ein ziehmlich lustiger anblick, aber wer's braucht...


kleiner hinweis noch in sachen nationalparks:

falls jemand vor hat bei einer reise mehrere parks in den usa zu besuchen, unbedingt ueber den annual pass informieren! der kostet 80 $ pro fahrzeug bzw. familie. bei einem durchschnittlichen parkeintritt von normalerweise 10 bis 20 $ hat sich das sehr schnell rentiert. pass ist 1 jahr gueltig.




national park pass http://store.usgs.gov/pass/

bryce canyon

von moab aus haben wir uns auf den relativ kurzen weg zum bryce canyon np gemacht. hier haben wir uns wieder 2 tage gegoennt. die meisten besucher sind ja nur fuer ein paar stunden im park. so haben wir uns am ersten nachmittag noch ein paar aussichtspunkte in campingplatz-naehe angesehen, bevor wir dann am naechsten morgen eine wanderung durch den canyon selbst gemacht haben. von oben ist der ausblick auf die sogenannten "hoodoos" - so nennt man die steinformationen und -saeulen im canyon - schon beeindruckend. aber wenn man das ganze bei einer wanderung in den schluchten selbst auch noch aus der naehe und von einem ganz andern blickwinkel betrachten kann, wird's echt um so besser! auf verschlungen pfaden klettert man hinab und wenn man glueck hat, trifft man nur relativ wenig leute und kann das ganze relativ ungestoert geniessen. es sei denn, man trifft auf eine gruppe italiener mit etwas lauterem organ die sich quer durch den halben canyon "unterhalten" ;-)


nachmittags haben wir noch die hinteren, entlegeneren teile des parks erkundet und nachts haben wir einen ungetruebten sternenhimmel bewundert, der seines gleichen sucht! (es hat eben doch seine vorteile wenn man nachts mal raus muss ;-))


bryce canyon np http://www.nps.gov/brca/

arches np

als ausgangspunkt fuer unsere erkundung des arches np und seiner nachbarn haben wir uns moab ausgesucht. ein kleines staedtchen, dass ziehmlich auf tourismus ausgelegt ist. zahllose touren-anbieter, ausruester und guenstige und ueberdachte campingplaetze. alles was man brauchen kann ;-)


der arches np zeichnet sich durch seine grosse anzahl an "arches" und anderen atemberaubenden steinformationen aus. "arches" sind natuerliche steinboegen, die im laufe der zeit durch erosion entstanden sind. besonders ist auch die rote faerbung des gesteins in dem gebiet - ein genialer anblick! trotz der grossen hitze in dieser wueste (wir hatten um die mittagszeit sicher ueber 40 grad!) haben wir uns ins freie gewagt und haben die windows, den double arch, balanced rock, landscape arch und viele andere punkte erkundet. teilweise hatten wir glueck und es war nicht viel los, teilweise war das ganze etwas ueberlaufen (vor allem mit seltsamen ost-oesterreichischen familien ;-)) abends sind wir dann zum delicate arch gewandert. die route fuehrt ueber die alte verlassene wolf"s ranch ueber die felsen bis in eine versteckte bucht. wenn man diese dann umrundet hat kommt man in ein natuerliches amphitheater und der delicate arch steht in voller, beeindruckender groesse vor einem - echt imposant! wir haben das spiel von licht, farben und (fotografierender) touristen fuer einige stunden von einem ruhigen platzerl aus beobachtet, bevor wir beim abstieg noch selbst einen arch "entdeckt" haben ;-)



am naechsten tag haben wir noch den dead horse state park besucht. hier gibts schoene ausblicke auf den colorado river und seine canyons zu bewundern - aber 7 $ sind fuer die paar kilometer echt ueberzogen... im canyonlands np ging's mit aehnlichen aussichten und tollen schluchten weiter. abends haben wir dann nochmals einen abstecher in den arches np gemacht um uns einige formationen nochmals in tollem abendlicht zu goennen.


bisher haben wir viel schoenes auf unserer reise erlebt, aber der arches war wohl einer der genialsten spots! utah hat eben besonders viel auf diesem gebiet zu bieten...


Sonntag, 19. August 2007

fehlersuchbild

wem faellt eine unstimmigkeit auf diesem bild auf??

yellowstone np

nach ca 2 tagen autofahrt haben wir den yellowstone np erreicht. wir haben uns gleich um die mittagszeit einen zeltplatz gesichert und so steht einer detaillierten erkundung des parks nichts mehr im wege. die unmenge an geysiren beeindruckt uns sehr und so gehen wir jeden trail und besuchen jeden spot den wir sehen.



es ist irgendwie ganz witzig, und wer in einem amerikanischen np schon mal unterwegs war kennt dieses phaenomaen - wenn ein stau auf einer np-strasse ist, kann dass nur 2 gruende haben
1. es gibt tiere zu sehen
2. ein scenic lookout
mit diesem grundwissen navigiert es sich sehr leicht durch diese parks und man versaeumt eigentlich kaum etwas. fuer die etwas abgelegeren spots braucht man natuerlich die noetige info, aber die bekommt man in solchen parks in der regel eh und wenn die mal versagt dann weisst unser lonely planet noch auf ein kleines detail hin.



am ersten tag waren wir schon ziemlich erschoepft und am abend hatten wir dann eigentlich kaum mehr lust in noch mehr "dampfende pfuetzen" zu starren. leider, muss man an dieser stelle sagen war es nach einer gewissen zeit und anzahl von geysiren nichts aufregendes mehr fuer uns.

zum glueck legte sich das aber wieder und am 2ten tag gings wieder voll motiviert zu den naechsten spots. unter anderem sind wir am "old faithfull", dem wohl bekanntesten geysier, vorbeigekommen. wir hatten echt glueck, denn wir haben nicht mal 2 minuten gewartet und schon ist er ausgebrochen. der old faithfull ist dafuer beruehmt im durchschnitt alle 92minuten auszubrechen.
nachdem wir das spektakel beobachtet hatten waren wir echt froh nicht laenger als 2 minuten gewartet zu haben, denn es ist wie so oft, wenn ein riessen troubel um etwas gemacht wird, dann ist in wirklichkeit gar nicht so spektakulaer. wir haben andere geysiere im park gesehen, die uns viel besser gefallen haben, aber dass ist ja nur unsere meinung.... ;-))

am 3tag gings dann weiter richtung grand teton np der durch sein bergpanorama besticht. da wir aber leider nur regen und wolken sahen sind wir aber schnell weitergefahren, ohne diesen park naeher zu erkunden. tja, leider klappts halt nicht immer mit dem wetter.

mount rainier national park

von seattle aus gings zum mt. rainier nationalpark. dieser park ist erst seit juni wieder geoeffnet nachdem er wegen schweren unwettern im november 2006 fuer ein halbes jahr gesperrt werden musste. unseren campingplatz haben wir zwar im regen erreicht, aber ein lagerfeuer hat uns trotzdem gewaermt und am naechsten morgen hatten wir freien blick auf den gipfel! besonders schoen sind in diesem nationalpark vor allem die vollen blumenwiesen die gemeinsam mit den gletschern am berg ein gerade zu kitschiges bild ergeben.


back to the usa - seattle

nachdem wir wieder in die usa eingereist sind, haben wir erstmal den bundesstaat washington unter die lupe genommen. empfangen wurden wir wieder von kuehlem wetter - anscheinend hatten wir das fuer einige zeit gepachtet aber nen echten camper bringt das ned um ;-) und so gings weiter nach seattle. die heimat des grunge (musikstil a la nirvana etc.), starbucks und microsoft. mit der monorail (magnetschwebebahn) gings zur space needle von wo aus wir stadt von oben begutachten konnten. die netten damen von der touri-info haben uns auch gleich kollektiv darueber informiert, wo diverse drehorte fuer filme wie "schlaflos in seattle" usw liegen und auf welchem gebaeude die hubschrauber-szenen fuer die tv-serie "grey's anatomy" gedreht werden ;-). definitiv ein highlight war der besuch des pine street markets! ein absolutes must! dieser markt beherbergt seit 100 jahren, hunderte kleine geschaefte. angefangen von obst-, gemuese- und fischhaendlern zu allerlei krimskrams, buecher, feine leckerein usw. es scheint nix zu geben das man hier nicht findet!

victoria

victoria ist eine wunderschoene stadt und wem vancouver oder seattle oder so gefaellt, der sollte hier unbedingt mal vorbeischauen!! downtown, sofern man das hier so nennen kann, liegt direkt am wasser und besticht nicht durch seine wolkenkratzer sondern durch die nachbarliche atmosphaere. obwohl es eine grossstadt ist, fuehlt man sich hier absolut nicht so! es gibt immer wieder sehr nette kleine laeden oder hotels. wo man hinsieht blueht und spriesst alles und man hat den eindruck alle leute hier sind sehr relaxt. natuerlich liegt ein hauch von grossbritannien ueber der stadt den man bei den bauten erkennt. wir haben etwas ausserhalb auf einem campingplatz geschlafen und sind dabei auf eine, fuer uns etwas ungewohnte, freizeitbeschaeftiung gestossen - battingboxen. karin ist natuerlich, durch ihre softball vergangenheit, ein profi in dem sport, aber ich denke wir haben uns beide nicht 100%ig blamiert ;-) von victoria gings dann per faehre, wir hatten echt glueck noch draufzukommen - wir waren das 3t letzte auto, nach port angeles. die ueberfahrt dauerte ca 1 1/2 stunden und wir haben uns sehr ueber die dialoge der 20jaehrigen maedels neben uns amuesiert. die maedels waren alle in deutschland und OE auf au-pair und haben auf der faehre ihre erfahrungen ausgetauscht - schon witztig was die alles als "nicht normal" empfinden ;-))

vancouver island


von vancouver aus gings mit der der faehre hinueber nach vancouver island. leider hat das wetter nicht so wirklich mitgespielt und wir hatten einige tage schlechteres wetter. drum sind wir's eher ruhig angegangen und haben uns mit bier - ein seltener luxus fuer uns! - und einem sehr coolen ausflug in die hoehlen der horne lake region bei laune gehalten. die hoehlen haben wir ausgeruestet mit festem schuhwerk, warmer kleidung inkl. haube und stirnlampe in eigenregie erkundet. innen hat es naemlich nur kalte 5 grad. die hoehlen sind nicht besonders gross ( max. 40 meter tief), aber dafuer konnten wir uns im kraxeln wieder mal austoben und haben die spektakulaersten routen gesucht - und gefunden ;-). da's ja sonst mit dem klettern im moment ned laeuft (ausruestung aus platzgruenden ned mit dabei und noch nichts zum ausborgen gefunden...) war das ne seeehr willkommene abwechslung die wir sehr genossen haben!

abgerundet haben wir unseren insel-besuch noch mit einem zwischenstopp in victoria, uebrigens hauptstadt von british columbia. die stadt ist zwar natuerlich sehr auf touristen eingestellt. trotzdem wars - vor allem wegen des besseren wetters - eine willkommene abwechslung.

Montag, 6. August 2007

whistler & vancouver

auf unserem weg nach vancouver kamen wir auch in das "kleine, beschauliche bergdorf" whistler. eigentlich ist diese staedtchen eher mit kitzbuehl zu vergleichen. ein bisschen viel schicki-micki und kitsch fuer unseren geschmack, aber wir haben trotzdem einen kleinen rundgang veranstaltet - und uns doch sehr ueber so manchen asiatischen touristen auf einem mountain-bike oder aufgedonnerte blondine im ueberteuerten outfit amuesiert ;-) whistler is ja bekannt fuer seine ski herren-abfahrt. und gemeinsam mit vancouver werden hier auch teile der olympischen winterspiele 2010 ausgetragen. demensprechend ist hier der bau-boom ausgebrochen. vor allem auch die verbindungsstrasse zwischen vancouver und whistler ist eine einzige baustelle, die bisher nur 2 spurige kuestenstrasse wir natuerlich komplett ausgebaut - dementsprechend der stau bei starkem verkehrsaufkommen wie an diesem langen wochenende.







heute gings hinein nach vancouver. eine wirlich schoene stadt! der stanley park laedt zum spazieren gehen, laufen, radfahren etc. ein und bietet einen schoene blick auf die skyline. wasserflugzeuge starten und landen im hafen und generell ist die stadt sehr gruen und freundlich. nicht umsonst liegt vancouver im ranking der schoensten staedte regelmaessig auf den vordersten plaetzen. dazu traegt natuerlich auch die lage am meer und die gleichzeitige naehe der berge (whistler ist nur ca. 2 stunden entfernt) bei. hier koennt man's wirlich laenger aushalten... :-) werden unsere reise aber natuerlich trotzdem fortsetzten.
naechster stopp: vancouver island




banff & jasper nationalparks

letzte woche ging's von edmonton weiter richtung westen. unser ziel waren die nationalparks banff und jasper. kurz nach edmonton liessen sich die rocky mountains schon am horizont erblicken und dem entsprechend schnell veraenderte sich die landschaft. die letzten tage waren wir ja durch weite ebenen gefahren und nun gings ziehmlich rasch in hoehere gefilde. das wetter war toll und wir haben gigantische ausblicke auf die bis zu 3.500 meter hohen gipfel genossen. natuerlich fuer reini - unseren bergfex - war das ein genuss! schneebeckte gipfel, gletscher, wilde fluesse voll schmelzwasser... fuer naturfans wie uns ist dieses nationalpark-gebiet wirklich ein traum! ueber den icefield-parkway gins von jasper aus richtung sueden. diese aussichtsstrasse fuehrt durch die nationalparks von banff und jasper quer durch die canadischen rockies. hoechster aussichtspunkt ist das icefield center am athabasca-gletscher. hier kann man direkt bis zum "ewigen" eis spazieren. auf dem weg wir einem jedoch bewusst wie stark die gletscher zurueckgehen. entlang des weges gibt es markierungen, die zeigen wie stark der gletscher in den letzten jahrzehnten zurueckgegangen ist... trotz des eisigen windes der uns um die nasen wehte, war's ein beeindruckendes erlebnis.

witzig: am icefield centre haben wir bikes von OEern stehen sehen und uns nichts dabei gedacht. jetzt sind wir draufgekommen, dass die beiden bikebesitzer ja aus unserer gegend stammen - http://www.2roadrunners-on-tour.at/ - alles gute max und heidi!


bekannt ist die region natuerlich auch fuer seine tierwelt. elk, wapiti, schwarzbaeren, grizzlies und bergziegen sind hier sehr oft anzutreffen. und bis auf die baeren haben wir auch alles vor die linse bekommen! um die umgebung noch besser zu erkunden, und um den touristen aus dem weg zu gehen ;-), haben wir wieder ein paar kleine hikes unternommen. insgesamt haben wir fuer die ca. 230 km rund 3 tage gebraucht. wir haben uns also wirlklich zeit gelassen, denn die meisten besucher machen diese strecke in ca. 5 stunden! da haben wir den zeitfaktor mal wieder so richtig ausgespielt!


ueber den yoho nationalpark gings weiter richtung westen und raus aus den rockies. ueber kamloops gings via route 99 durch sehr karge gebiete. ein krasser gegensatz zu dem herrlichen blau und gruen der berge die wir in den letzten tagen genossen hatten. nun praegten sagebrush und zerfurchte canyons das land. zwar war der kontrast schon sehr gross, trotzdem ein beeindruckendes bild wenn ueber einer solchen landschaft regenwolken aufziehen. haben hier auch noch einen netten campingplatz der speziellen art gefunden ;-) mitten in der kargen landschaft, an einem flusslauf, gibt's nen zeltplatz mit dickem gruenen rasen und man denk nur "wie herrlich"! doch dann bemerkt man die geleise einige meter weiter links, danach die geleise etwas weiter rechts man registriert: he; ich sitzt mit meinem zelt zwischen 2 zugstrecken! der nette tipp der platzwaerterin man solle besser ohropax verwenden erscheint ploetzlich seeehr sinnvoll... nichtsdestotrotz haben wir eine der angenehmsten naechte seit tagen genossen. endlich war's nicht mehr so kalt wie in den bergen, und die canadian railway duerfte in ihrem fahrplan doch unser schlafbeduerfniss beachtet haben ;-)






Mittwoch, 1. August 2007

on the road again

da unsere weiteren ziele an der pazifik kueste liegen bzw in ihrer naehe, hiess es erstmal ab ins auto und kilometer machen. 5 tage haben wir nur den geruch vom interieur und den staub der strasse genossen.

sehr gelegen hierfuer kam uns der trans kanada highway (http://www.transcanadahighway.com/) welcher quer durch das land fuehrt. wir haben sehr schoene landschaftsabschnitte bewundert und auch die groesse dieses landes wurde uns in den letzten tagen etwas bewusst. wir sind jeden tag zwischen 700 und 900 kilometer gefahren und dass, man beachte, bei hoechstgeschwindigkeiten von 120 km\h (und da halten wir uns bei weitem nicht mehr an die geschwindigkeitsbegrenzungen!)


in ontaria und entlang des lake superior war es bergig und bewaldet und teilweise haben wir buchten gesehen, die koennten aus einem karibik abenteuer stammen - einfach traumhaft. je weiter wir nach westen kamen, d.h. so in etwa in manitoba beginnend sind aus den bergen dann "kleine huegel" bis "unebenheiten in der weiten praerie" geworden. felder und ebenen so weit das auge reicht.

in saskatchewan hat sich dieses bild 1:1 fortgesetzt und auch hier in alberta haben wir noch nicht viel von bergen gesehen - bis auf einen. gleich neben unserem campingplatz ist ein huegel, der wuerde in OE daheim nicht mal fuer eine kinderskipiste reichen, aber hier ist sogar ein 2er sessellift installiert ;-) fuer uns OEer natuerlich total unverstaendlich!

algonquin provincial park - 3 tage wildnis mit wolf & co


von montreal auch machten wir uns, nach einem kurzen abstecher nach ottawa, auf den weg nach ontario in den algonquin park. reini hatte bei seinem 1. besuch vor 2 jahren hier schon eine kanu-tour unternommen, und so eine wollten wir nun auch unternehmen. nachdem wir unseren vermieter = outfitter gefunden hatten, musste nur noch unser gepaeck 2 x in plastiksaecke verpackt, eine route festgelegt werden und dann gings auch schon schnurstracks raus auf den tollen, spiegelglatten opuengo-lake. nach 5 stuendiger tour und einer portage (= das kanu + gepaeck werden ueber eine kurze oder auch laengere wegstrecke von einem gewaesser zum anderen getragen) bei der wir bei lebendigem leibe von moskitos der unbarmherzigsten art aufgefressen wurden, kamen wir am lake proulx an und fanden einen schoenen zeltplatz. eigentlich hatten wir ja eine ganze halbinsel fuer uns allein. natuerlich inkl. gut ausgestatteter feuerstelle, wald-klo und privatstrand.

es war toll mitten in der natur und ab von der "zivilisation" zu sein, doch natuerlich auch sehr ungewohnt. speziell karin hatte am ersten abend mit den ungewohnten geraeuschen, wie zum beispiel dem wolf-geheult rund herum so ihre probleme ;-) doch nachdem uns in der ersten nacht kein baer gefressen hatte, unternahmen wir am 2. tag schon mutig expeditionen ins weitere hinterland. die landschaft war einfach traumhaft! zwar haben wir keine moose gesehen, doch es war trotzdem ein toller ausflug!


am 3. tag war unser abenteuer auch schon wieder fast zu ende. nachdem wir mit schlechten windverhaeltnissen bei der rueckfahrt rechnen mussten, sind wir schon sehr frueh aufgebrochen und haben dadurch die ersten stunden das wasser nur mit ein paar enten teilen muessen - sonst war weit und breit wieder kein mensch zu sehen. nachdem wir diesemal den weg schon kannten, konnte uns reini super zurueck zu sicheren ufern navigieren.


es waren wirklich tolle 3 tage die wir beide sehr genossen haben! es wird wohl nicht der letzte ausflug dieser art gewesen sein...
wer plant nach ontario zu reisen sollte auf keine fall den algonquin park auslassen! - http://www.algonquinpark.on.ca/

unterwegs in kanada, 1. stopp montreal


nachdem wir also in den usa doch etwas feuchteres wetter hatten, dachten wir ein ortswechsel wuerde uns gut tun..

also haben wir uns nach kanada, genauer gesagt montreal aufgemacht. hier haben wir unterschlupf bei unseren lieben exil-oesterreichern tante lotte & onkel lois gefunden (wer sich bei den verwandschaftlichen verhaeltnissen spangl\hell nicht auskennt: onkel lois = bruder von karins opa muetterlicherseits). die extra gehisste oesterreich-fahne ersoff jedoch sprichwoertlich im regen als wir waschelnass an die haustuer klopften. nach herzlichem empfang genossen wir unsere 1. dusche seit rund 7 (!) tagen! ihr koennt euch nicht vorstellen was fuer ein glueck das war (sowohl fuer uns als auch fuer unsere gastgeber ;-) ) uebers wochenende konnten wir endlich wieder in einem richtigen bett schlafen, haben uns mit tollem essen den bauch vollgeschlagen (endlich mal wieder fleisch und eiscrem und bier und...) und wurden super verwoehnt. da das wetter am 2. tag dann doch noch vieeeel besser wurde, haben wir uns noch ein bisserl die stadt angesehen.



montreal hatte jedoch auch eine kleine ueberraschung fuer uns bereit:



dank der hilfe von tante lotte wurden wir unseren "gas guzzler" (= viel benzin verbrauchenden auto), den pt cruiser, los! so fahren wir nun mit einem schnittigen hyundai elantra durch die gegend und der clou dabei: dieses auto hat jetzt sogar tempomat! reini konnte sein glueck kaum fassen und auch ich hab mich mittlerweile an die vorteile einer solchen erfindung gewoehnt!
(rechts also unser alter guzzler und links unser neues supergeschoss)