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Mittwoch, 14. Mai 2008

vang vieng & vientiane

auf unserer weiterreise von luang prabang richtung sueden nach vang vieng wurden wir "opfer" laotischer zeitrechnung. nachdem wir unseren minibus verpasst hatten - wer rechnet schon damit dass man puenktlich abgeholt wird??? - wurden wir auf einen "vip-bus" umgebucht. den "vip-effekt" konnten wir leider nicht erkennen. dafuer hatten wir gleich 8 statt vorher verkuendeter 5 stunden fahrzeit, um die wirklich wunderschoenen berge laos' zu bestaunen. gott sei dank haben die maegen aller passagiere der 140 km langen serpentinen-strecke stand gehalten, und wir hatten nur 1 fahrgast der seine kalaschnikov mit an bord brachte. hoert sich jetzt vielleicht arg an, war's aber nicht... hatten vorher schon von solchen vorkommnissen gehoert, und waren darum nicht mehr sooo ueberrascht ;-)


bei nachtanbruch endlich in vang vieng eingetrudelt, sind wir gleich wieder unserem australischen reisefreund mike ueber den weg gelaufen, der uns dankenswerter weise zu einem guenstigeren zimmer verholfen hat. ER hat seinen minibus naemlich nicht verpasst und war schon seit stunden vor ort. wenn man bedenkt, was fuer ein chaot er eigentlich ist, echte ironie des schicksals - aber bitte... *grins*


vang vieng ist vor allem fuer 3 dinge bekannt: 1. tubing und 2. mushroom-shakes & sonstige drogen 3. friends
ad 1) irgendjemand ist irgendwann auf die gloreiche idee gekommen, touristen auf traktorreifen einen kleinen fluss hinuter zu schicken. das ist an sich schon lustig und eine nette abkuehlung im tropischen binnenland laos. um das ganze aber auch noch lukarativer zu machen, befindet sich am flussufer eine bar nach der anderen in der sich die "reichen westler" so was von die hucke voll saufen, das ist manchmal schon beaengistend... ganz klar, das hat hier absolut nichts mit dem restlichen laos zu tun wie wir es zu gesicht bekommen haben. aber manche leute scheinen es zu lieben...


ad 2) in vielen lokalen bekommt man diverse "happy-shakes", "happy-pizzas" etc. happy/gluecklich hat hier aber nichts mit der stimmung des kochs zu tun, sondern mit den sinneserweiternden inkredenzien die diesen nahrungsmitteln hinzugefuegt werden. wir haben allerdings erfahrungsberichte von leuten gehoert, die das ganze eher beangstigend als lustig erscheinen lassen... eigene erfahrungsberichte koennen wir "leider" nicht liefern.


ad 3) alle kennen die bekannte us tv-serie "friends"? gut. aus unerklaerlichen gruenden werden in den meisten lokalitaeten hier durchgehend "friends"-folgend gezeigt. auch mal ne nette abwechslung, und sogar leute die diese serie eigentlich nicht moegen, verfallen ihr hier hoffnungslos - eine der harmloseren drogen hier also *grins*


wir koennen aber trotzdem auch normale aktivitaeten aus diesem "suendenpfuhl" melden ;-) waren einen tag klettern. gemeinsam mit mike und unseren super netten guides, ola & leh, haben wir uns wieder mal einen tag am felsen ausgetobt. seeehr herausfordernd, aber auch wirklich lohnend!


heute mittag sind wir nun in laos' hauptstadt, vientiane, angekommen. hier besorgen wir uns nun unser visum fuer vietnam und wenn alles klappt, fliegen wir am freitag nach hanoi weiter.

Mittwoch, 7. Mai 2008

auf dem mekong nach luang prabang

nach unserem kleinen dschungel-abenteuer haben wir uns erst mal wieder soweit gereinigt , dass unsere gastgeberin im guesthouse keinen herzinfakt mehr bekam *grins*. gemeinsam mit mike - einem der australier aus unserem baumhaus - machten wir uns auf den weg nach luang prabang. man hat von houay xai aus 2 moeglichkeiten: a) man quaehlt sich in einer 20 stunden busfahrt ans ziel oder b) man nimmt ein sogenanntes slowboat. das sind groessere boote die vollgepackt so ca. 120 touristen, 20 einheimische, 3 hunde und eine ladung voll fische, leguane und sonstigem getier in einer 2 taegigen fahrt am mekong nach luang prabang bringen. theoretisch wuerde es noch moeglichkeit c) die speedboote geben. die sind mittlerweile aber so gefuerchtet und gefaehrlich, dass angeblich schon ueberlegt wird diese moeglichkeit fuer auslaender zu verbieten. es passieren einfach viel zu viele unfaelle...





da wir zum glueck schon 1 stunde vor abfahrt am hafen waren, konnten wir plaetze im vorderen teil des bootes ergattern, wo man sich's einfach am boden bequem gemacht hat. die meisten anderen passagiere mussten sich auf unmenschlich winzigen holzbaenkchen stundenlang abquaehlen. da hatten wir's schon viel gemuetlicher und lustiger. gemeinsam mit den anderen reisenden hat man sich unterhalten, mit spielen die zeit vertrieben oder einfach den ausblick genossen. am ersten tag dauerte die fahrt ca 7 stunden und nach einer nacht in pak beng nochmal 9 stunden bevor wir endlich am ziel waren. nach all der zeit weiss man dann meist eh nicht mehr wie man sich bewegen soll *grins*

luang prabang gehoert zum unesco-weltkulturerbe und ist eine wirlich bezaubernde stadt! das zentrum ist gepraegt von alten franzoesischen kolonialbauten und beeindruckenden tempelanlagen. man kann stundenlang durch die strassen spatzieren und kommt sich manchmal wie in einer anderen welt vor. die leute hier sind unglaublich nett. der unterschied zwischen laos und thailand ist wirlich enorm. natuerlich gibt es auch in thailand sehr viele nette leute, aber hier sind die mensche einfach noch so viel entspannter. abends verwandeln sich die strassen in maerkte auf denen man schoenen schmuck und farbenfrohe textilien bekommt, oder man hohlt sich bei den essensstaenden einfach sein abendessen das man dann gemeinsam mit ein paar locals und anderen reisenden geniesst waehrend man mit all den neuen bekanntschaften ueber gott und die welt quatscht. fall's ihr es noch nicht gemerkt habt: wir fuehlen uns hier echt pudelwohl! *grins*


eine entdeckung der besonderen art hatten wir, als wir unsere bootsgenossen abends nochmal auf ein schoen kaltes beer lao in der angesagten "hive bar" getroffen haben. alle die uns ein bisserl kennen koennen sich vielleicht vorstellen, dass das ja normalerweise nicht so wirklich unser stil ist. aber es war trotzdem ein super lustiger abend. na jedenfalls haben wir da einen neuen englischen ausdruck vernommen der uns doch etwas erstaunt hat: "uebertrendy". das ist wohl die neue bezeichnung das frueher "hipp" oder "in" war... *grins*



Dienstag, 6. Mai 2008

gibbon experience - laos

danke fuer's daumendruecken! obwohl wir zeitweise selbst nicht mehr dran geglaubt haben, haben wir die weiterreise nach laos doch noch rechtzeitig geschafft. aufgrund unzuverlaessiger transportunternehmen und manchmal nur schwer einschaetzbaren oeffnungszeiten an der grenze hatten wir so unsere bedenken...


na egal, hat ja alles geklappt und so ging's am 1. mai los zu unserem abenteuer "gibbon experience"! seit uns letztes jahr in darwin einige reisekollegen davon erzaehlt haben, wollten wir das unbedingt machen. ausgangspunkt dieser 3-taegigen tour in die waelder von laos war houay xai am mekong. erst mal trafen wir unsere gruppe von insgesamt 12 leuten - 4 australier, 2 iren die in kambodscha leben, 2 daenen und unglaubliche 4 (!) oesterreicher. danach ging's in einer 3 stuendigen fahrt ins landesinnere zum bokeo natuerreservat und dann nochmal 1 1/2 stunden zu fuss weiter. mitunter auch mit nassen fuessen...


sobald wir mit unserer ausruestung vertraut waren ging's quasi zum "hauptact" der ganzen aktion. bei der gibbon experience laeuft man naemlich nicht einfach durch den wald wie bei sonstigen trekking-touren. hier bewegt man sich dank teilweise 500 m langer und 150 m hoher stahlseile schwebender weise von baumhaus zu baumhaus! koennt ihr euch nicht wirlklich vorstellen? dann hier eine kleine kostprobe...










geschlafen wird in tollen baumhaeusern, die jedem kindheitstraum gerecht werden! wunderschoenes 360 grad panorama, und die ausstattung laesst kaum zu wuenschen uebrig. dusche in 40 m hoehe mit unschlagbarer aussicht - was will man mehr? die lokalen guides haben sich toll um uns gekuemmert und hatten immer ein laecheln auf den lippen. wir haben gemeinsam mit einem irischen paerchen und 2 australiern das groesste baumhaus nr. 1 bezogen und haben uns toll mit allen verstanden. war echt eine super truppe! tagsueber sind wir ueber die stahlseile "gezippt" und haben unglaubliche ausblicke genossen. wanderungen wurden unternommen und frueh morgens ging's auf die suche nach den gibbons. da heisst es echt frueh aufstehen, aber es hat sich gelohnt! um 5.45 uhr morgens konnten wir von einer plattform aus eine 5-koepfige affenfamilie beobachten. ein tolles erlebnis! und wir wussten es auch alle wirlich zu schaetzen, denn die meisten leute die hier herkommen sehen leider gar keine gibbons. selbst fuer guides ist das kein alltaegliches erlebnis. alles in allem haben wir unsere die 3 tage wirklich seeeehr genossen. das "zippen" war unglaublich, die leute und stimmung spitze, das essen erste klasse. und selbst die naechtlichen rattenbesuche, unzaehligen blutegel beim wandern oder schlangen im baumhaus gehoerten irgendwie dazu *grins*.



(ein blatt, oder doch tier??? unglaublich was man so alles zu sehen bekommt...)



wie so oft hatten wir ausserdem wieder sehr viel glueck mit dem wetter. in den tagen vor und nach unserem besuch hat's teilweise ziehmlich geregnet, da werden die wege so richtig schoen unpassierbar rutschig. dreckig wurden wir zwar zur genuege, aber bei uns blieb's trocken und herrlich sonnig.


wer nach laos kommt, dem koennen wir die gibbon experience nur waermstens ans herz legen. diese erfahrung war jeden cent wert! aber achtung, rechtzeitig anmelden denn die touren sind regelmaessig ausgabucht.

www.gibbonx.org




(sonnenaufgang im baumhaus)