auf dem mekong nach luang prabang
nach unserem kleinen dschungel-abenteuer haben wir uns erst mal wieder soweit gereinigt , dass unsere gastgeberin im guesthouse keinen herzinfakt mehr bekam *grins*. gemeinsam mit mike - einem der australier aus unserem baumhaus - machten wir uns auf den weg nach luang prabang. man hat von houay xai aus 2 moeglichkeiten: a) man quaehlt sich in einer 20 stunden busfahrt ans ziel oder b) man nimmt ein sogenanntes slowboat. das sind groessere boote die vollgepackt so ca. 120 touristen, 20 einheimische, 3 hunde und eine ladung voll fische, leguane und sonstigem getier in einer 2 taegigen fahrt am mekong nach luang prabang bringen. theoretisch wuerde es noch moeglichkeit c) die speedboote geben. die sind mittlerweile aber so gefuerchtet und gefaehrlich, dass angeblich schon ueberlegt wird diese moeglichkeit fuer auslaender zu verbieten. es passieren einfach viel zu viele unfaelle...
da wir zum glueck schon 1 stunde vor abfahrt am hafen waren, konnten wir plaetze im vorderen teil des bootes ergattern, wo man sich's einfach am boden bequem gemacht hat. die meisten anderen passagiere mussten sich auf unmenschlich winzigen holzbaenkchen stundenlang abquaehlen. da hatten wir's schon viel gemuetlicher und lustiger. gemeinsam mit den anderen reisenden hat man sich unterhalten, mit spielen die zeit vertrieben oder einfach den ausblick genossen. am ersten tag dauerte die fahrt ca 7 stunden und nach einer nacht in pak beng nochmal 9 stunden bevor wir endlich am ziel waren. nach all der zeit weiss man dann meist eh nicht mehr wie man sich bewegen soll *grins*
luang prabang gehoert zum unesco-weltkulturerbe und ist eine wirlich bezaubernde stadt! das zentrum ist gepraegt von alten franzoesischen kolonialbauten und beeindruckenden tempelanlagen. man kann stundenlang durch die strassen spatzieren und kommt sich manchmal wie in einer anderen welt vor. die leute hier sind unglaublich nett. der unterschied zwischen laos und thailand ist wirlich enorm. natuerlich gibt es auch in thailand sehr viele nette leute, aber hier sind die mensche einfach noch so viel entspannter. abends verwandeln sich die strassen in maerkte auf denen man schoenen schmuck und farbenfrohe textilien bekommt, oder man hohlt sich bei den essensstaenden einfach sein abendessen das man dann gemeinsam mit ein paar locals und anderen reisenden geniesst waehrend man mit all den neuen bekanntschaften ueber gott und die welt quatscht. fall's ihr es noch nicht gemerkt habt: wir fuehlen uns hier echt pudelwohl! *grins*

eine entdeckung der besonderen art hatten wir, als wir unsere bootsgenossen abends nochmal auf ein schoen kaltes beer lao in der angesagten "hive bar" getroffen haben. alle die uns ein bisserl kennen koennen sich vielleicht vorstellen, dass das ja normalerweise nicht so wirklich unser stil ist. aber es war trotzdem ein super lustiger abend. na jedenfalls haben wir da einen neuen englischen ausdruck vernommen der uns doch etwas erstaunt hat: "uebertrendy". das ist wohl die neue bezeichnung das frueher "hipp" oder "in" war... *grins*
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