Mittwoch, 28. November 2007

eyre peninsula

nachdem wir den australischen kontinent in den letzten 2 wochen nun schon mal von norden nach sueden durchquert haben, sind wir endlich wieder am meer gelandet. doch wir haben uns nicht sofort ins wasser gestuerzt wie man vielleicht annehmen koennte! da hat uns das wetter doch einen strich durch die rechnung gemacht. seit wir das rote zentrum verlassen haben, sind die temperaturen rapide zurueckgegangen und wir “froesteln” mittlerweile bei schwachen 25 grad die sich bei wind nur noch wie 20 anfuehlen! wir hoffen jetzt auf eine runde mitleid unserer leser ;-) nein im ernst, hier im sueden hat der sommer noch nicht voll eingesetzt und die luft ist doch um einiges kuehler. durch den wind an der kueste wirkt das ganze dann noch um ein paar grad frischer und so laufen wir mittlerweile gerne mal wieder mit pulli herum (ergaenzed zur uniform aus kurzer hose und flip flops).

da wir in den letzten 2,5 wochen bereits knapp 4.500 km gefahren sind - und das bei hoechstgeschwindigkeiten von 90 km/h - haben wir uns die eyre peninsula westlich von adeleide ausgesucht um’s mal wieder ein paar tage ruhiger angehen zu lassen. sind die kueste entlang gefahren, haben tolle straende gesehen und uns auf netten campingplaetzen entspannt. einzige grosse aufregung war die fahrt in den lincoln nationalpark. verbotener weise haben wir uns mit unserem miet-van auf eine “unseald” road (also nicht asphaltiert) begeben und das fahrwerk unseres gefaehrts bis fast an seine grenzen getestet. zum glueck gab’s weder reifenpanne noch achsenbruch und so konnten wir den herrlichen strand in der september bay 2 tage lang (fast) fuer uns alleine geniessen. fixer bestandteil waren baden (endlich!) und sandburgen bauen. und lasst euch gesagt sein, nach so langer bau-abstinenz braucht das schon wieder ein bisserl uebung! aber reini hat sich durch nichts von seiner burg abbringen lassen - und schoen is sie geworden! *grins*



noch ein nachtrag zum punkt “schwimmen”:
wer lust, laune und das noetige kleingeld hat kann sich von hier aus zu einer 2 stunden vorgelagerten insel schippern lassen und dann “cage-diven”!
erklaerung fuer alle unwissenden: man nehme einen kaefig, setze 1-2 taucher hinein, lasse ihn zu wasser und wartet bis die weissen haie kommen! nicht umsonst wurden hier an der sued-kueste die schrecklichsten szenen der “weissen-hai’-filme gedreht. und damit machen die hier echt werbung.... ;-))

wir werden uns diesen nervenkitzel diesmal wohl eher nicht geben und sondern werden noch die zahlreichen schoenen - haifreien - straende geniessen bevor’s weiter geht nach adeleide.

stuart highway - teil 2

unser weg fuehrte wieder zurueck auf den stuart highway und weiter nach sueden. man hatte uns zwar erzaehlt dass dieser teil noch menschenleerer ist als die strecke von darwin nach alice springs, aber bis wir’s gesehen haben konnten wir’s uns eigentlich nicht vorstellen. aber es stimmt tatsaechlich! auf den gut 1.300 km von alice springs nach port augusta an der suedkueste ist uns eigentlich nur 1 groesserer ort aufgefallen, coober peddy. dieses staedtchen lebt vom opal abbau und liegt in einer steinwueste die nur von den schutthaufen der minen unterbrochen wird. kein wunder dass in diesem gebiet filme wie mad max, red planet usw gedreht wurden.



die stadt selbst ist vor allem fuer die “dug-outs” bekannt. da es hier im sommer an die 50 grad bekommt, sind die menschen irgendwann dazu ueber gegangen ihre wohnungen teilweise in alte minenschaechte zu verlegen. dort waren sie vor der hitze im sommer und den kalten temperaturen im winter geschuetzt. nach dem 2. weltkrieg haben die minenarbeiter und ihre familien dann angefangen sich eigens wohnungen zu graben. diese werden bis heute gebaut, sind mit allem ausgestattet was auch ein “normaler” haushalt hat und sind in der stadt immer wieder zu besichtigen. auch geschaefte und cafe’s sind in solchen dugouts untergebracht. eigenartig wie sehr sich menschen an eine solch unwirtliche umgebung anpassen koennen - und wollen ...

hier noch ein bild eines sog road trains

uluru (ayers rock)

nachdem wir noch eine nacht zusaetzlich in alice springs verbracht haben um uns ein super digeridoo-konzert anzuhoeren gings weiter zum uluru.



fast jeder hat wohl schon mal ein foto von diesem australischen wahrzeichen gesehen. und wenn man schon mal quasi “dran” vorbei faehrt ist das natuerlich ein pflichtpunkt. den haben auch wir uns nicht nehmen lassen. wir haben keine kosten gescheut um dieses naturdenkmal bewundern zu koennen. stolze 25 $ eintritt pro person und ein sauteurer aber mittelmaessiger campingplatz waren’s uns wert ;-)) nein im ernst, vor allem der anblick des uluru bei sonnenuntergang ist wirklich wunderschoen. der rote fels faengt an zu leuchten als wuerde er brennen! wirklich ein beeindruckendes schauspiel bei dem es fast unmoeglich scheint keine tollen fotos zu machen. und so wurden unsere speicherkarten wieder mal in rasendem tempo gefuellt. dieses erlebnis hat man zwar natuerlich nicht fuer sich allein, aber durch getrennte aussichtspunkte fuer autos und busse wird ein auflauf wie wir’s dann beim sonnenaufgang erlebt haben vermieden. morgens um 5 wenn der nationalpark oeffnet, steht schon eine schlange von bussen und autos wartend vor den toren, um dann mit einem affenzahn zum sunrise-point (sonnenaufgangs-beobachtungs-punkt) zu fahren, dass sich die kangoroos nur so fuerchten... kaum kommt man dann am gewuenschten aussichtspunkt an wird man schon von zig tourbussen und zahlreichen autos empfangen. bzw von deren passagieren und fahrern die wie gebannt auf den noch im dunkeln liegenden uluru starren und dabei leider vergessen dass sie mitten auf der fahrbahn stehen! man versucht dann einen parkplatz zu finden - ohne die schaulustigen zu verletzten versteht sich - und hofft noch naiver weise einen ruhigeren foto-spott zu finden. die hoffnung waehrt dann nicht lang und man findet sich damit ab diesen schoenen sonnenaufgang mit hunderten anderen touristen zu geniessen. fotos kann man zwar vergessen weil einem staendig mindestens 5 leute vor die linse rennen, aber nur anschaun is ja auch was schoenes!

wir haben uns dann noch dazu entschlossen den basewalk der rund um den felsen fuehrt zu begehen. wenn man frueh genug startet ist es auch mit der hitze kein problem und man bekommt wirklich tolle ansichten geboten. denn entgegen dem eindruck den man aus der ferne hat, ist der felsen keineswegs glatt sondern bietet viele eindrucksvolle details und man erfaehrt noch einiges ueber die kult-staetten der aborigines die immer noch genutzt werden.

abschliessend gings dann noch auf einen kurzen abstecher zur 2. beruehmten felsformation im uluru nationalpark, den “olgas”. durch die mittagshitze war’s allerdings viel zu heiss fuer unternehmungen und so bliebs bei einem kurzen walk und entspannen im schatten. sehr zu empfehlen ist das cultural center. man erfaehrt sehr viel ueber die kultur und das leben der ansaessigen aborigines und kann auch deren kunst bewundern und erwerben.

Samstag, 17. November 2007

stuart highway - alice springs

nachdem wir das satte gruen des top end’s genossen haben, wurde es zeit uns auf den weg ins landesinnere zu machen. fuer uns ging’s deshalb auf dem stuart highway nach sueden. wenn man sich da jetzt ne grossartige 4 spurige autobahn vorstellt - so wie wir - dann liegt man da ziehmlich daneben ;-) obwohl es die wichtigste nord-sued strasse durch den kontinent ist, ist dieser grossartige highway ne einfache 2-spurige strasse. tja, nur die wenigsten fahren diese strecke wohl mit dem auto. wer seine sinne halbwegs beisammen hat, investiert wohl in ein flugticket ;-) aber wir touris spinnen ja alle ein bisserl und so machen wir uns auf eine 2-taegige fahrt durch den halben kontinent. die landschaft aendert sich langsam und so sind wir nun bei dem bild gelandet das wir eigentlich von australien hatten: endlos blauer himmel mit ein paar weissen woelkchen, rote erde, steppenaehnliche landschaft und eine strasse die scheinbar ins unendliche fuehrt! toll, traumhaft, einfach super! hin und wieder kommt uns auch einer der beruehmten road-trains entgegen. das sind lkw-zuege mit bis zu 5 anhaengern hinten dran! oft auch mal im 3er pack unterwegs, krachen die mit ca. 130 km/h die strasse entlang und es gibt nur wenig wofuer die bremsen! also immer schoen sicherheitsabstand halten...

nach 2 tagen on the road sind wir also nun in alice springs gelandet. die groesste stadt im outback haetten wir uns wohl etwas spannender oder “pulsierender” vorgestellt. aber ich glaub ueber st. poeltens groesse kommt diese stadt - wenn ueberhaupt sicher nicht hinaus. egal, werden unsere vorraete aufstocken und ein bisserl durch die galerien mit aborigines-kunst bummeln bevor wir uns wieder ins outback schmeissen.

litchfield & kakadu np

der erste stopp auf unserem weg nach sueden war der litchfiel np. fuer uns der ideale einstieg, da es hier jede menge wasserfaelle und auch schwimmgelegenheiten gibt. das ist ja hier im norden nicht unbedingt so oft der fall, da es bis weit ins landesinnere hinein sowohl suess- als auch salzwasserkrokodile gibt. und wer da nicht aufpasst, der wird leicht zum snack fuer zwischendurch erklaert ;-) waehrend wir von einem “wasserloch” zum naechsten getingelt sind, mussten wir uns nur noch sorgen um schlangen, spinnen, moskitos und sonstiges (fuer uns neues) getier machen... nein im ernst, es ist einfach eine voellig neue umgebung fuer uns und daran muss man sich nun mal erst gewoehnen. und die exakt 72 moskito-arten in australien sind schon gewoehnungsbeduerftig, oder? trotzdem is das land hier oben wunderschoen und unerwarteter weise total gruen - klar tropische zone und so.



von litchfield aus gings weiter in den kakadu np. dieser ist wohl der bekannteste in australien und gehoert auch zum weltkulturerbe. hatten das glueck, dass jetzt im sogenannten “build up” (uebergang von trocken- auf die regenzeit) zwar die temperaturen sehr hoch sind und es extrem schwuel ist, dafuer aber auch viel weniger leute anzutreffen sind. so ist im park z.b. so wenig los, dass die campingplaetze teilweise gratis sind. fuer uns natuerlich wieder von grossem vorteil! haben uns den spass einer boots-tour am east alligator river gemacht. unser aborigines-fuehrer hat uns unterwegs viel ueber die kultur und die gebraeuche der urbevoelkerung erzaehlt. das meiste wird bis heute angewandt. das war wirklich sehr informativ und interessant. quasi zwischendurch zur abwechslung haben wir dann die salties (salzwasser krokodile) am ufer und im wasser bestaunt. wahnsinn wieviele von diesen tieren dort herumschwimmen. ich glaub bei 20 haben wir aufgehoert zu zaehlen - und dabei haben wir nur einen bruchteil zu gesicht bekommen da die meisten unter wasser waren! natuerlich haben wir uns auch “kulturell” weitergebildet und haben verschiedene staetten mit alten felsmalerein besucht. wirklich toll die farben und muster. unglaublich dass diese zeichnungen in felsvorspruengen teilweise schon 6.000 jahre alt sind! haben den park wirklich sehr genossen.