Mittwoch, 16. Januar 2008

fraser island

nachdem wir uns jetzt ja zur genuege vom reisestress erholt haben, wurde es mal wieder zeit fuer klassisches touri-programm. da kam fraser island ganz passend. diese insel vor der australischen ostkueste ist die groesste sandinsel der welt und gehoert zum weltkulturerbe der unesco.

nachdem wir am vorabend eine tagestour gebucht haben kam schon mal die erste ueberraschung. tagwache um 6.45 uhr! so frueh sind wir wohl seit einem halben jahr nicht mehr aus den federn gehuepft. nachdem wir dann von einem knallvollen doppelstoeckigen reisebus abeholt wurden - wir hatten ja eigentlich so nen kleinen 9-sitzer erwartet - gings per faehre nach fraser island. hier wurden die verwirrten touristen-massen dann auf die bereitstehenden 4-wd busse verteilt und wir haben noch platz in der vorletzten reihe bekommen. dass das spassig wird, haben wir spaetesten nach den ersten metern auf der sandpiste bemerkt. (auf der insel kann man sich nur per 4-wd-fahrzeug fortbewegen, da es nur sandpisten bzw befahrbare straende gibt). die bussfahrer duesen mit einem ziehmlichen tempo ueber die insel und es ist echt ganz schoen holprig! spaetestens nach den ersten kilometern hatten dann alle passagiere freiwillig ihre sitzgurte angelegt ;-) so sind wir also unserem ersten stopp entgegengedriftet: dem lake mckenzie ein herrlicher tuerkis- bis dunkelblauer see an dessen weissem sandstrand sich pauschal-reisende wie wir mit den mutigen od. reichen individualtouristen gleichermassen amuesieren.



weiter gings mit ner kurzen wanderung durch den regenwald bevor wir an den 75 mile beach kamen. dieser ewig lange sandstrand (keine ahnung ob er wirklich genau 75 milen lang ist...) ist quasi die hauptverkehrsroute auf der insel. er dient als strasse genauso wie als start- und landebahn fuer flugzeuge. nachdem wir ausgiebigst ein altes schiffswrack, dass am strand langsam vor sich hinrostet, fotografiert hatten, gings nochmal fuer eine kurze abkuehlung zum eli creek. und wir wissen bis jetzt nicht warum, aber irgendwie sind alle touris wie auf komando diesen bach hinaufgewatet um dann nach ein paar hundert metern wieder retour zu wandern. war’s wegen der abkuehlung oder warum auch immer - wir sind der meute natuerlich lemmingmaessig gefolgt. man koennt ja was verpassen. ;-)



bis zum nachmittag war unser tag also ganz nett, wenn auch manchmal vielleicht etwas “unspannend”. nachdem sich unsere kleine meute (von ca 40 leutchen) dann endlich wieder im bus versammelt hatte um die rueckfahrt zur faehre anzutreten, musste unser bus noch kurz als abschleppdienst fuer einen anderen reisebus dienen, der im sand stecken geblieben war. ein gutes beispiel fuer unseren fahrer/tourguide um uns zu zeigen, dass selbst busfahrer mit jahrelanger berufserfahrung noch im tueckischen sand der insel steckenbleiben koennen. aber alles kein problem. abschleppseil angemacht, retourgang rein und vorsichtig gas geben. wie gesagt, alles kein problem. bis der abschleppdienst selbst auch steckenbleibt... also wurde fluks ein 3. bus unserer “conga-schlange” hinzugefuegt und mit vereinten kraeften schaffte man’s dann doch noch in die freiheit. wir fanden’s eigentlich ziehmlich lustig. und so oft duerfte das auch wirklich nicht vorkommen. ansonsten waeren wohl nicht so manche andere busfahrer stehengeblieben um fotos zu machen ;-) na gut, nun mussten wir aber wirklich zurueck zur faehre! hatten schon ne halbe stunde zeit verloren und die faehre wartet nicht. also los geht’s auf der strand-autbahn. fuer genau 1 km. danach war das neue, seltsame klackern an der hinterachse so laut geworden, dass es sogar dem chaufeur aufgefallen war und er es nicht mehr ignorieren konnte. wir in den hinteren reihen amuesierten uns mitlerweile praechtig! wir vertrieben uns die wartezeit mit spekulationen ob wir nun 1 gratis nacht im inselresort bekommen, oder wir am strand campen muessen wo wir dann von dingos aufgefressen werden wuerden. vom franzoesischen familienvater hinter uns kam dann noch trocken der geniale kommentar: “et la mer monte” - “und das meer steigt”. tja der spruch war wohl aufgelegt bei einem parkplatz nur knapp von der brandung entfernt. ;-) fast besser war nur noch die meldung unseres fahrers john als wir nach 15 minuten mit kaputtem bus weiter fuhren: “the management want’s to keep us going” - “die chef’s sagen wir muessen weiter fahren”. das brachte uns zu der erkenntnis dass es auch im urlauberparadies nicht anders ist als daheim. leute ueber uns entscheiden ohne jegliche fach- oder situationskenntniss ueber dein schicksal ;-). na gut, wir hatten ja keine wahl und hofften nur dass wir keinen achsbruch auf unserer rueckfahrt erleiden wuerden. durch hektische diplomatische verhandlungen hatte die faehre dann doch noch auf uns gewartet und so konnten wir gluecklich und erschoepft wieder richtung heimat schippern. :-)
und unser fahrer john, hat sich abend’s wohl ein bierchen extra auf seinen chef genehmigt... ;
-) 

byron bay

nachdem wir die feiertag bei herrlichstem sommerwetter verbracht haben, hat uns leider im neuen jahr dann gleich ein ausgepraegtes wettertief erwischt. na ja, wir sind mittlerweile halt wieder in tropennaehe und zu dieser jahreszeit herrscht hier nun mal regenzeit. also verbrachten wir 3 tage fast druchgehend auf unseren 2,5 quadratmetern im bus waehrend der campingplatz um uns herum langsam absoff... zum glueck hat uns unser humor in diesen tagen nicht verlassen und nach knapp einer woche regen wurde es auch langsam wieder besser. wir haben dann das nette kuesten-staedtchen byron bay besucht, dass am oestlichsten zipfelchen von australien liegt. haben uns in der netten hippie/sufer/backpacker-kommune ganz wohl gefuehlt. nette atmosphaere, coole shops und wieder mal gutes wetter - was will man mehr?

einzig “irritiert” hat uns nur der diebstahl unserer camping-stuehle. fuer uns unverzichtbare utensilien im camping-alltag! leider hatten wir keinen hinweis auf die uebeltaeter aber netter weiser wurden wir von den leuten am campingplatz zumindest kurzfristig mit ersatz versorgt. tja bloed gelaufen... aber dann hatten wir noch glueck im unglueck. denn ein paar stunden spaeter kam auch bei unseren nachbarn ausruestung abhanden. somit konnten wir den uebeltaeter identifizieren und unser eigentum - oder besser das unseres vermieters der uns sicher fuer ersatz haette zahlen lassen - zurueckerobern! tja, der typ hatte wohl echt einen an der klatsche... wohl zu wenig krimi’s geschaut. weis doch jeder, dass man nie an den ort seines verbrechens zurueckkehren darf! ;-) 

Dienstag, 1. Januar 2008

hot christmas & happy new year

urspruenglich hatten wir ja den plan weihnachten in melbourne und silvester in sydney zu verbringen. wie's meistens so ist mit plaenen, kam alles ganz anders. da wir schneller waren als geplant, haben wir die feiertage an der ostkueste noerdlich von sydney verbracht. und es mag vielleicht seltsam klingen, aber fuer uns war diese zeite quasi "urlaub vom reisen". da wir in den letzten wochen einfach schon sehr die anstrengungen des reisens der letzten 6 monate gespuert haben, haben wir uns ueber weihnachten in port stephens einquartiert. und zwar fuer eine ganze woche. haben nen tollen camping-spot bekommen und waren zum ersten mal seit unserer abreise fuer eine ganze woche am selben ort! haben herrlich gefaulenzt und die feiertage mal ganz anders verbracht. total unaufgeregt und ohne jeglichen weihnachtsstress, denn in weihnachtsstimmung waren wir sowieso nicht wirklich...das bizarrste erlebnis war wohl der weihnachtsmann mit sonnenbrille der suessigkeiten-werfend ueber den campingplatz chauffiert wurde und zahlreiche schreiende kinder im schlepptau hatte... tja, happy holidays ;-)


da es uns dieses gefuehl der "wieder-saesshaftigkeit-fuer-kurze-zeit" so gefallen hat, sind wir fuer silvester nur ein kleines stueck nach norden weiter gefahren. in der naehe von port macquarie haben wir uns wieder fuer 5 tage ein platzerl gesucht. ein perfekter strand zum body-surfen (macht echt spass!) war diesmal das highlight. und da unsere campingnachbarn hier alle sehr nett sind, haben wir silvester spontan mit vielen neuen netten bekannten verbracht. 

jetzt haben wir also auch mal "hot christmas" erlebt und wissen ganz bestimmt, das brauchen wir wohl kein 2. mal und freuen uns jetzt schon auf unsere winterlichen weihnachten 2008!

blue mountains

von sydney aus gings nach westen in die blue mountains. dieser ausflug gehoert quasi zum pflichtprogramm fuer jeden der sydney besucht. ueberrascht hat uns, neben den kuehlen temperaturen, vor allem dass hier so viel los ist. und zwar nicht nur wegen der touristen, sondern weil durch die naehe zu sydney das ganze praktisch wie ein normaler vorort wirkt. normalerweise sind’s ja auch nur 2-3 stunden autofahrt. es sei denn, man steckt im stau so wie wir und braucht so ungefaehr 6 stunden... trotzdem, sobald man sich ein paar km von der hauptstrasse entfernt, braucht man schon ein 4wd-fahrzeug!
trotzdem hat’s uns ganz gut gefallen. vor allem die klippen und vielen wasserfaelle waren echt schoen zu bewundern. und bei den vielen wanderwegen die’s hier gibt, kann man das gebiet auch laessig erkunden. und die kurvigen bergstrassen waren wieder mal ne herausforderung der rennfahrer-klasse ;-)


sydney

nachdem wir’s tatsaechlich geschafft haben einen halbwegs bezahlbaren campingplatz in sydney zu finden. ging’s gleich auf grosse entdeckung in die stadt. die stadt ist irgendwie eine coole mischung. manche strassenzuege im zentrum erinnern doch ziehmlich an new york und andere, zum beispiel im stadt teil the rocks, wieder sehr europaeisch. leider spielte das wetteram ersten tag ned so ganz mit und dann haben wir’s auch noch geschafft statt auf einer kurzen faehren-rundfahrt im hafen auf einer linie zu landen die ca 2 stunden durch etwas, na sagen wir mal unspektakulaeres gelaende unterwegs war ;-)




der naechste tag hatte es allerdings an knuellern nur so in sich! erstens war das wetter wieder super sonnig und so haben wir die sydney-klassiker wie harbor bridge und oper in bestem lichte gesehen. und zweitens haben wir etwas getan, das fuer uns vor 6 monaten noch unvorstellbar gewesen waere! wir haben beschlossen so richtig einen auf tourist zu machen und haben uns ein mittagessen in der sydney-filiale des LOEWENBRAEU gegoennt! die versuchung auf halbwegs heimische speisen war einfach zu gross. und als wir dann auf der karte auch noch STIEGL-bier entdeckten wars um uns geschehen!! nach “kaasspatzn aus’n reindl” und dem einen oder anderen kruegl stiegl fuehlten wir uns fast wie daheim. und man glaubt es nicht, aber oesterreichisches bier is doch etwas staerker als das hier heimische gebraeu. da hat der stimmung natuerlich auch ned geschadet ;-)
zum abschluss mussten wir natuerlich noch am kult-strand von sydney, dem bondi beach, vorbeischaun. massig sommer, sonne, wellen, maedels und die obligatorischen bodybuilder-typen ergeben hier ne ganz amuesante mischung...