fraser island
nachdem wir uns jetzt ja zur genuege vom reisestress erholt haben, wurde es mal wieder zeit fuer klassisches touri-programm. da kam fraser island ganz passend. diese insel vor der australischen ostkueste ist die groesste sandinsel der welt und gehoert zum weltkulturerbe der unesco.
nachdem wir am vorabend eine tagestour gebucht haben kam schon mal die erste ueberraschung. tagwache um 6.45 uhr! so frueh sind wir wohl seit einem halben jahr nicht mehr aus den federn gehuepft. nachdem wir dann von einem knallvollen doppelstoeckigen reisebus abeholt wurden - wir hatten ja eigentlich so nen kleinen 9-sitzer erwartet - gings per faehre nach fraser island. hier wurden die verwirrten touristen-massen dann auf die bereitstehenden 4-wd busse verteilt und wir haben noch platz in der vorletzten reihe bekommen. dass das spassig wird, haben wir spaetesten nach den ersten metern auf der sandpiste bemerkt. (auf der insel kann man sich nur per 4-wd-fahrzeug fortbewegen, da es nur sandpisten bzw befahrbare straende gibt). die bussfahrer duesen mit einem ziehmlichen tempo ueber die insel und es ist echt ganz schoen holprig! spaetestens nach den ersten kilometern hatten dann alle passagiere freiwillig ihre sitzgurte angelegt ;-) so sind wir also unserem ersten stopp entgegengedriftet: dem lake mckenzie ein herrlicher tuerkis- bis dunkelblauer see an dessen weissem sandstrand sich pauschal-reisende wie wir mit den mutigen od. reichen individualtouristen gleichermassen amuesieren.
weiter gings mit ner kurzen wanderung durch den regenwald bevor wir an den 75 mile beach kamen. dieser ewig lange sandstrand (keine ahnung ob er wirklich genau 75 milen lang ist...) ist quasi die hauptverkehrsroute auf der insel. er dient als strasse genauso wie als start- und landebahn fuer flugzeuge. nachdem wir ausgiebigst ein altes schiffswrack, dass am strand langsam vor sich hinrostet, fotografiert hatten, gings nochmal fuer eine kurze abkuehlung zum eli creek. und wir wissen bis jetzt nicht warum, aber irgendwie sind alle touris wie auf komando diesen bach hinaufgewatet um dann nach ein paar hundert metern wieder retour zu wandern. war’s wegen der abkuehlung oder warum auch immer - wir sind der meute natuerlich lemmingmaessig gefolgt. man koennt ja was verpassen. ;-)
bis zum nachmittag war unser tag also ganz nett, wenn auch manchmal vielleicht etwas “unspannend”. nachdem sich unsere kleine meute (von ca 40 leutchen) dann endlich wieder im bus versammelt hatte um die rueckfahrt zur faehre anzutreten, musste unser bus noch kurz als abschleppdienst fuer einen anderen reisebus dienen, der im sand stecken geblieben war. ein gutes beispiel fuer unseren fahrer/tourguide um uns zu zeigen, dass selbst busfahrer mit jahrelanger berufserfahrung noch im tueckischen sand der insel steckenbleiben koennen. aber alles kein problem. abschleppseil angemacht, retourgang rein und vorsichtig gas geben. wie gesagt, alles kein problem. bis der abschleppdienst selbst auch steckenbleibt... also wurde fluks ein 3. bus unserer “conga-schlange” hinzugefuegt und mit vereinten kraeften schaffte man’s dann doch noch in die freiheit. wir fanden’s eigentlich ziehmlich lustig. und so oft duerfte das auch wirklich nicht vorkommen. ansonsten waeren wohl nicht so manche andere busfahrer stehengeblieben um fotos zu machen ;-) na gut, nun mussten wir aber wirklich zurueck zur faehre! hatten schon ne halbe stunde zeit verloren und die faehre wartet nicht. also los geht’s auf der strand-autbahn. fuer genau 1 km. danach war das neue, seltsame klackern an der hinterachse so laut geworden, dass es sogar dem chaufeur aufgefallen war und er es nicht mehr ignorieren konnte. wir in den hinteren reihen amuesierten uns mitlerweile praechtig! wir vertrieben uns die wartezeit mit spekulationen ob wir nun 1 gratis nacht im inselresort bekommen, oder wir am strand campen muessen wo wir dann von dingos aufgefressen werden wuerden. vom franzoesischen familienvater hinter uns kam dann noch trocken der geniale kommentar: “et la mer monte” - “und das meer steigt”. tja der spruch war wohl aufgelegt bei einem parkplatz nur knapp von der brandung entfernt. ;-) fast besser war nur noch die meldung unseres fahrers john als wir nach 15 minuten mit kaputtem bus weiter fuhren: “the management want’s to keep us going” - “die chef’s sagen wir muessen weiter fahren”. das brachte uns zu der erkenntnis dass es auch im urlauberparadies nicht anders ist als daheim. leute ueber uns entscheiden ohne jegliche fach- oder situationskenntniss ueber dein schicksal ;-). na gut, wir hatten ja keine wahl und hofften nur dass wir keinen achsbruch auf unserer rueckfahrt erleiden wuerden. durch hektische diplomatische verhandlungen hatte die faehre dann doch noch auf uns gewartet und so konnten wir gluecklich und erschoepft wieder richtung heimat schippern. :-)
und unser fahrer john, hat sich abend’s wohl ein bierchen extra auf seinen chef genehmigt... ;-)
2 Kommentare:
Sers Urlauber/in,
sieht ja alles recht nett aus, aber wenn du am Strand schmorst, hilft und das bei den Halbfinalplayoffspielen nicht. Du fehlst, bei uns gibts nur lauter Irre, und die restlichen wollen nicht rattln. Die erste Begegnung gegen Gars in Gars habe wir mit zwei brechtigten Matchstrafen (Daniel spuckte den Schiri an und "Joschi" hat gleich einem von hintem mit dem Stock im Gesicht umgerührt, weil er zu ihm beim Vorbeifahren "du schircha Glozada" genannt hod - jippy yeah) verdient verloren. Fast ein ganzes Drittel 5 auf 3 zu spielen, schaffen auch nur wenige. Fazit - morgen geht's daheim gegen Gars um alles und wir haben kaum brauchbare Spieler - entweder können's ka scheibn annehmen, oda se kenan ned eislaufen. Was lernt man aus dieser Misere - egal wie die Saison ausgeht, der werte Herr Jecel wird nächste Saison nicht mehr in der neuen Halle aufs Eis gehen, sondern bei Krems oder Tulln einlaufen.
Oiso tua wenigsten die Dam druckn.
Viel Spass noch.
Walter
Ihr habts, wirklich gut, schöne Strand, schöne Landschaft, warme Wetter, und schöne Abenteuer :-). Ich Wünsche euch, eine schöne Reise.
Kommentar veröffentlichen