Montag, 29. Oktober 2007

lake wanaka - queenstown

bei kaltem regenwetter haben wir uns von franz josef weiter auf den weg gemacht. ueber den haast pass haben wir die southern alps gequert und kamen in ein ziemlich starkes unwetter mit heavy rain und hagel. das hat uns einerseits dazu gebracht unsere fahrt extrem zu verlangsamen, aber andererseits sind durch die starken regenfaelle auch zahlreiche wasserfaelle entstanden. und so schoss aus den waeldern rings um uns ploetzlich das wasser an unzaehligen stellen die haenge hinab - teilweise direkt auf die strasse! so erspart man sich dann die autowaesche. nachdem wir den pass hinter uns gelassen hatten, besserte sich das wetter rassant und so konnten wir am lake wanaka wieder die ringsum liegenden berge mit schneebedeckten gipfeln geniessen. einfach traumhaft!



unser naechster stopp in queenstown hat uns dann wieder einen echten kulturschock verpasst. nachdem wir ja tagelang wieder nur in klein(st)staedten unterwegs waren und somit mit einer ueberschaubaren anzahl von leuten in kontakt kamen, fuehlten wir uns in queenstown wie auf einem anderen planeten. haetten wir uns im prinzip zwar vorher denken koennen, immerhin ist dieser nette kleine ort ja die top-adresse fuer adrenalin-junkies mit unzaehligen abenteuern. angefangen vom bungee jumping (wurde hier quasi erfunden), fallschirmspringen etc etc hier kann man sich auf jede erdenkliche moeglichkeit dem naechsten kick hingeben. fuer uns wars also viel zu hektisch und laut, drum wurden nur kurz infos und nahrungsmittel gesammelt und dann haben wir schnellstens die flucht ergriffen ;-)

franz josef glacier - action pur!

falls sich jetzt jemand ueber den namen wundert... ja, dieser gletscher ist wirklich nach unserem alten kaiser benannt! der “entdecker” war angehoeriger der oesterreich-ungarischen monarchie und so bekam der gute franzl einen gletscher in neuseeland. und gemeinsam mit dem nahegelegenen fox glacier ist er einer von nur 3 gletschern weltweit, die direkt im regenwald enden.



es ist zwar nett sich so einen gletscher von der ferne zu betrachten, aber noch interessanter ist es natuerlich ihn bei einer wanderung zu erforschen. da man das hier nur mit gefuehrten touren machen kann, haben wir uns flux fuer eine solche entschieden. ausgestattet mit wasserfesten klamotten, feuchten stiefeln und so was aehnlichem wie steigeisen gings hinauf ins ewige eis. auf dem weg dorthin haben wir alle nasse fuesse bekommen da wir immer wieder durch schmelzwasser-fluesse waten mussten. drum wars auch egal wenn manche bei der ausgabe nasse schuhe ausgefasst hatten. spaetestens jetzt standen wir alle gleich tief im wasser ;-) auch wenn’s manchmal etwas schleppend voran ging, war’s trotzdem eindrucksvoll durch’s eis zu wandern und auch wenn es teilweise wie “aus schaffeln” geschuettet hat, spass hat’s trotzdem gemacht und man hat ja nicht jeden tag die chance so einen gletscher zu “erforschen”.



nachdem wir im eis auch eine gruppe von eiskletterern gesehen hatten, sind wir irgendwie auf den geschmack gekommen. reini wollte das eh schon laenger mal versuchen, und mich hatte der anblick der eiskletterer auch auf den geschmack gebracht. da sich “bloederweise” quasi direkt neben unserem campingplatz die groesste eiskletter-halle der suedlichen hemisphaere befindet, haben wir uns nach kurzem ueberlegen dazu entschlossen uns diesen spass aus noch zu geben. zwar war zumindest karin anfangs etwas skeptisch ob der schwierigkeiten die sich ergeben koennten, aber spaetestens nach dem wir das erste mal unsere aexte ins eis gehauen hatten und die ersten meter geklettert sind, waren wir nur noch feuer und flamme fuer diesen sport! sicher haben uns unsere klettererfahrungen in sachen technik geholfen und so konnten wir schon nach kurzem herausfordernde routen inklusive tunnel und ueberhaengen meistern. somit haetten wir dann wohl ein moegliches winter-projekt fuer 2008\2009 gefunden ;-)

westcoast

nachdem wir die pancake rocks in punakaiki besucht haben (gekonnt nutzten wir eine 15 minuetige regenpause ;-) ), gings weiter die westcoast entlang. aus zu erahnenden gruenden ist diese auch als “wet-coast” bekannt. immerhin ist das hier die niederschlagsreichste region neuseelands. und das will schon was heissen in diesem schoenen aber feuchten lande! in greymouth haben wir uns die zeit etwas beim grossen jaehrlichen motorrad-rennen auf dem stadt-rundkurs vertrieben. in diversen klassen traten amateure aus ganz neuseeland gegen einander an. die sicherheitsvorkehrungen waren zwar ein witz (die wissen wohl nicht was ausreichender sturzraum bedeutet), aber alle waren mit viel begeisterung dabei. und zumindest laut waren sie alle ;-)!

nelson lakes np

die straende hier in neuseeland sind ja “ganz nett” (man merkt wir sind schon total verwoehnt), aber uns zog’s trotzdem endlich wieder in die berge. nachdem es in den letzten tagen noch heftige schnee- und regenfaelle gegeben hatte, konnten wir die bergketten rund um die nelson lakes mit schneebedeckten gipfeln geniessen. zwar war’s nachts bitter, bitter kalt aber dafuer konnten wir vom mt. robert aus bis hinunter zu den southern alps sehen. generell ist das hier ein sehr schoene gegend zum wandern und man koennte hier sicher noch viel mehr unternehmen.



aber das ist ja eigentlich im ganzen land so. da jedoch das wetter hier im fruehling (ja, ihr habt herbst und wir erleben grad den fruehling!) ziehmlich niederschlagsreich ist, sind aufgrund heftiger schneefaelle derzeit viele der bekanntesten mehrtaegigen wanderungen im fjordland - zumindest teilweise - gesperrt. so auch der sehr bekannte milford track. mal schaun wie die lage ist wenn wir in ein paar tagen dort ankommen...

abel tasman np

nach einer etwas stuermischen ueberfahrt mit der faehre von wellington auf die suedinsel nach picton, mussten sich unsere maegen erst etwas erholen. tja, die cook strait (die meerenge zwischen den beiden inseln) ist bekannt fuer seine raue see.
ueber den malerischen queen charlotte drive mit seinen tollen ausblicken auf die fjordlandschaft gings weiter nach nelson. durch eine kleine unachsamtkeit bei der parkplatzauswahl durfte sich die stadtverwaltung von nelson ueber eine unfreiwillige spende von 30 dollar freuen... auf den kleinen schock hinauf haben wir gleich beschlossen die naechsten dollar fuer etwas auszugeben, das definitiv mehr fun verspricht. nach fast 4 monaten kletter-abstinenz haben wir uns endlich wieder mal auf diesem gebiet betaetigen koennen. zwar nur indoor in ‘ner kletterhalle, aber immerhin.



nachdem die wettervorhersagen eigentlich ziemlich bescheiden waren, hatten wir dann bei unserem besuch im abel tasman national park doch strahlenden sonnenschein. so konnten wir die herrliche kuestenlandschaft bei einer wanderung ausgiebig geniessen. das meer und die vegitation haben uns eigentlich schon auf asien eingestimmt - nur die temperaturen sind dort hoffentlich doch wesentlich hoeher ;-)