Montag, 29. Oktober 2007

abel tasman np

nach einer etwas stuermischen ueberfahrt mit der faehre von wellington auf die suedinsel nach picton, mussten sich unsere maegen erst etwas erholen. tja, die cook strait (die meerenge zwischen den beiden inseln) ist bekannt fuer seine raue see.
ueber den malerischen queen charlotte drive mit seinen tollen ausblicken auf die fjordlandschaft gings weiter nach nelson. durch eine kleine unachsamtkeit bei der parkplatzauswahl durfte sich die stadtverwaltung von nelson ueber eine unfreiwillige spende von 30 dollar freuen... auf den kleinen schock hinauf haben wir gleich beschlossen die naechsten dollar fuer etwas auszugeben, das definitiv mehr fun verspricht. nach fast 4 monaten kletter-abstinenz haben wir uns endlich wieder mal auf diesem gebiet betaetigen koennen. zwar nur indoor in ‘ner kletterhalle, aber immerhin.



nachdem die wettervorhersagen eigentlich ziemlich bescheiden waren, hatten wir dann bei unserem besuch im abel tasman national park doch strahlenden sonnenschein. so konnten wir die herrliche kuestenlandschaft bei einer wanderung ausgiebig geniessen. das meer und die vegitation haben uns eigentlich schon auf asien eingestimmt - nur die temperaturen sind dort hoffentlich doch wesentlich hoeher ;-)

Samstag, 13. Oktober 2007

bestes neuseelaendisches wetter...

tja, nachdem wir bis jetzt ja meist noch frech in sandalen und kurzer hose herumgelaufen sind, hat uns das wetter hier jetzt mal ein bisschen zurueck auf den boden der tatsachen geholt. seit wir von der coromandel weg sind hat's die meiste zeit geregnet, nur kurz unterbrochen von wolkenverhangenem himmel und stuermischen wind... so haben wir unsere hauben aufgesetzt (nur selten wieder ab) und uns in rotorua eine campingplatz mit heissen quellen gegoennt. tja, wir sind am hot water beach echt auf den geschmack gekommen ;-) nachdem wir die letzten naechte zusaetzlich auch noch vom sturm in den schlaf geschaukelt wurden, sind wir nun in wellington angekommen. werden uns jetzt 2 tage in der stadt herumtummeln, taegliche heisse duschen geniessen und uns auf unsere weiterreise auf die suedinsel vorbereiten.


ps: wir wissen ja nicht ob das in europa ein thema ist, aber neuseeland hat die letzte woche quasi in schockzustand verbracht. das neuseelaendische rugby-nationalteam (die "all blacks") ist bei der wm in frankreich vorzeitig ausgeschieden. noch dazu haben sie gegen die franzosen verloren! da war die stimmung echt im keller... ;-)


zur erklaerung: rugby ist hier DER sport nr. 1 und die all blacks galten wieder mal als top favorit auf den wm-titel

coromandel peninsula

suedlich von auckland gings weiter auf die coromandel peninsula. diese halbinsel sued-oestlich von auckland zeichnet sich durch ihr ganz besonders mildes klima aus. ueber thames gings quasi an der kuestenstrasse (seeehr kurvig aber seeehr scenic!) die ostseite hinauf. ein stopp in coromandel town, eine suesse kleine stadt die vor allem bei alternativen und kuenstlern beliebt ist, hat uns auch in das coolste cafe auf gottes weiter welt gefuehrt. das driving creek cafe. haben uns so wohl dort gefuehlt, dass wir auf dem rueckweg gleich nochmal hin sind ;-)


doch vorher gings noch weiter bis zur spitze der halbinsel. um diese zu erreichen, mussten wir jedoch wieder mal eine der gefuerchteten gravel roads ueberstehen. doch zum glueck waren die ca. 30 km in relativ gutem zustand und der verkehr hielt sich auch in grenzen. das war sehr von vorteil, denn wieder war's seeehr eng und seeehr kurvig.... sind dann trotzdem heil in port jackson angekommen und haben unser heim quasi wieder direkt am strand geparkt. wir haben unsere zeit dort oben wieder mal voll genossen, wie ihr euch vorstellen koennt. idyllische sonnenuntergaenge, eine wanderung am coromandel coastel walkway. auf gut oesterreichisch: "mia ham den herrgott afoch an guaten man sei lassn". dank unseres tollen gaskochers haben wir es sogar geschafft, den fisch den uns ein camping-nachbar geschenkt hat gar zu bekommen. und er hat sogar ziehmlich gut geschmeckt, obwohl wir keine ahnung haben was es eigentlich war... ;-)




weiter gings dann noch auf die andere kueste zu den klassischen touri-punkten cathedral cove und hot water beach. der hot water beach ist deshalb so bekannt und beliebt, da man sich bei ebbe am strand kleine pools buddeln kann. diese fuellen sich dann mit heissem wasser, dass aus quellen direkt unter dem sand kommt. schaut dann ganz lustig aus wenn eine horde von leuten wie wild loecher in den sand graebt ;-) war zwar natuerlich viel mehr los als beispielsweise in port jackson, aber es war trotzdem mal was anderes und ziehmlich lustig. uebrigens, wer keine schaufel zum buddeln dabei hat - kein problem! die kann man sich rund um den strand ausborgen...










link zum driving creek cafe: http://www.drivingcreekcafe.com/

Samstag, 6. Oktober 2007

northland - the far north

von auckland aus gings richtung norden. das erste was einem bei der landschaft hier in den sinn kommt ist: so stellt man sich eigentlich irland vor. gruene huegel und schafe so weit das auge reicht. nur die palmen und die karibik-aehnlichen straende irritieren etwas ;-) . landschaftlich hat neuseeland ja so einiges zu bieten. regenwaelder, weisse sandstraende, tuerkisblaues meer, schneebedeckte berggipfel, fjorde, gruene huegellandschaften... na, hat jetzt jemand reiselust bekommen?

fuer uns gings erst mal zum waipoua forrest. hier wachsen die kauri-baeume, die hiessigen waldriesen. wirklich beeindruckend ist vor allem auch die vegitation in diesem gebiet. farne, die so gross sind wie baeume, stehen hier in einem immergruenen regenwald voll von meterhohen pflanzen die man bei uns vielleicht als strauch kennt. teilweise kommen wir uns vor als waeren wir im tropischen dschungel unterwegs. mal abgesehen von der tatsache, dass wir hier momentan ca. 15-18 grad haben. voll von neuen eindruecken haben wir erstmals nicht unser zelt aufgeschlagen, sondern unseren bus geparkt. begeistert wurde zum ersten mal mit dem neuen equipment gekocht. unsere erste eierspeis war wirklich koestlich! eine boese ernuechterung gabs nur als wir uns in unser schlafzimmer zurueckziehen wollten und das licht anmachten. geschaetzte 200 moskitos hatten sich im bus einquartiert... tja, was soll man sagen. es gab verletzte auf beiden seiten, doch am ende haben wir gesiegt. der van war zwar von oben bis unten voll mit muecken-leichen aber uns blieb keine wahl, denn unser schlaf ist uns heilig und zum blutspenden gehen wir zum roten kreuz!
lektion gelernt, bei gerinstem mueckenverdacht werden kochtaetigkeiten nur noch draussen erledigt. haben auch schon versucht eine moskitonetz-loesung zu finden und uns bastlerisch betaetigt, das ist aber leider noch nicht wirklich patentreif...

trotzdem gings frohen mutes weiter richtung cape reinga. das gilt als der noerdlichste punkt neuseelands und hat auch fuer die maoris, die urbevoelkerung neuseelands, eine grosse mythologische bedeutung. das letzte wegstueck zum cape fuehrt ueber eine gravel road (schotterstrasse). da diese auch gerade noch hergerichtet wurde, wars noch holpriger als sonst und zumindest fuer uns wars ZU holprig. noch 15 km bis zum aussichtspunkt und wir haben unseren 1. platten reifen! nachdem sich der anfaengliche schock gelegt hatte, warfen wir uns tapfer in den dreck und mit etwas hilfe eines netten lastlers schafften wir es sogar mit unserem lausigen wagenheber das rad zu wechseln. frei nach dem motto “was uns nicht umbringt, macht uns nur haerter” sind wir natuerlich noch die letzten 15 km zum aussichtspunkt gefahren ;-) aber trotzdem zittern wir jetzt bei jeder gravel road und fahren gaaaanz besonders vorsichtig!




ps:
um deine mithilfe wird gebeten...
wir sind im moment bei der namenssuche fuer unser auto. momentaner favorit ist “susi”. sind damit aber noch nicht wirklich gluecklich und bitten daher unsere werten blog-leser uns ihre ideen per kommentar bekannt zu geben!


kia ora in aotearoa!

“herzlich willkommen in neuseeland” hiess es nach unserem 12 stunden-flug von los angeles nach auckland. nachdem wir erst mal unser gepaeck im hostel verstaut hatten, gings los zur stadtbesichtung mit queens street, hafen, victoria street market, k road, mt. eden. wir wollten es eigentlich ruhig angehen lassen und uns in den naechsten tagen ein auto besorgen um damit die nord- und suedinsel zu bereisen. nachdem uns das angebot beim backpacker car market eher abgeschreckt hatte (kaum auswahl, schlechte vehikel und voellig ueberteuert), hatten wir uns schon auf eine laengere suche eingestellt. haben dann jedoch ein englisches paaerchen kennengelernt - steve & sarah jane - die ihren van zum verkauf ausgeschrieben hatten. nachdem preis, ausstattung etc ok waren wurden wir uns sehr schnell handelseinig und so hatten wir um 17.00 uhr bereits unsere(n) fahrbaren untersatz\schlafstaette fuer die naechsten wochen. das organisatorische rund um einen autokauf ist hier in neuseeland wirklich sehr einfach gestaltet. umgemeldet wird am postamt und versicherung ist auch fuer 3 monate leicht erhaeltlich.

wichtig fuer uns war, dass der van mit schlafgelegenheit ausgestattet ist da wir mittlerweile vom zelten die nase voll haben. zumal es hier in neuseeland ja bekanntlich oefter mal regnet. der hintere teil ist quasi zum doppelbett ausgebaut (so weich haben wir in den letzten 3 monaten nur selten geschlafen!). weiters koennen wir am hinteren ende quasi eine “stehbar” aufbauen die zum kochen etc. super genutzt werden kann. extras wie lampe, geschirr, bettzeug, gaskocher u.v.m. kamen auch noch mit dem auto mit. bleibt nur zu hoffen dass wir ohne groebere technische schwierigkeiten bis nach christchurch kommen - wir klopfen jetzt bitte alle 3 mal auf holz und halten fest die daumen!

kurze technische analyse:
toyota hiace
baujahr 1982
ca. 290.000 km (das ist fuer ein backpacker-auto ziemlich normal ;-) )

nachdem in auckland alles so fix erledigt war, haben wir uns erst mal mit dem noetigsten eingedeckt um uns so schnell als moeglich wieder on the road zu begeben.

tipp:
eine wirlich feine sache ist ein besuch am skytower. vor allem wenn man noch bei tageslicht hinauffaehrt und dann zum sonnenuntergang oben ein kuehles bierchen (vorzugsweise die kiwi-marke “speights”) geniesst.