Donnerstag, 30. August 2007

page - antelope canyon

nach laengeren beratungen hatten wir eigentlich beschlossen uns die tour zum antelope canyon zu sparen, obwohl sicher schoen, und uns dafuer ne gefuehrte tourch durchs monument valley zu goennen (eventuell per pferd). wir haben jedoch am campingplatz in page 3 nette oeberoesterreichische maedels kennen gelernt, die uns von ner alternative erzaehlt haben. normaler weise kann man nur mit einer von navajo's gefuehrten tour in den canyon, der bekannt fuer seine tollen foto-motive ist, denn er liegt in navajo-gebiet. hier wird man meist relativ schnell durchgeschleust und es ist sehr viel los. fuer 21 $ (also den selben preis wie die billigste tour) kann man sich aber auf eigene faust in den lower canyon begeben. selber canyon, nur auf der anderen seite der strasse ;-) hier wird man nur von einem guide zur sehr schmalen einstiegsstelle gefuehrt und man kann sich dann so viel zeit lassen wie man will. also kein stress und wenn man den leuten aus den weg gehen will der perfekte ausweg...


page werden wir aber auch aus ganz anderen, viel "weltlicheren" gruenden in bester erinnerung behalten. seit wochen haben wir uns zum ersten mal wieder fast-food gegoennt! und es war echt eine koestliche abwechslung zu unserer packerl- oder dosen-verpflegung die wir normalerweise so zu uns nehmen. aber wenn man bedenkt dass wir fuer die 13 $ die wir fuer burger ausgegeben haben normalerweise 6 - 7 x abendessen dann is das fuer uns echter luxus gewesen!

grand canyon north rim

wir waren zwar beide schon am south rim - und werden ihn auf unserer tour auch nochmal besuchen - aber grand canyon north rim soll doch etwas ganz anderes sein. so hatten wir bis jetzt immer gehoert. und nun koennen wir das voll und ganz bestaetigen!

allein die anfahrt durch waelder & wiesen ist schon ein krasser gegensatz zu der trockenen gegend durch die man faehrt wenn man zum south rim unterwegs ist... auch sind die temperaturen nicht so extrem, da das north rim auch etwa 300 m hoeher liegt als der suedliche teil.

obwohls beim parkeingang hiess: "sorry, campground full" war es dann doch kein problem ein plaetzchen fuer uns zu finden, denn es war genug frei. also trotzdem immer probieren!

leider war die strasse zum beliebtesten aussichtspunkt wegen eines waldbrandes (ja schon wieder...) gesperrt, aber es blieben natuerlich trotzdem immer noch genug schoene plaetzchen uebrig - so auch der angels point gleich bei der luxerioesen grand canyon lodge.

dass es uns ja nun echt besser geht als so manchem von euch, sieht man wohl auch daran, dass wir an so einem herrlichen fleckchen zum beispiel ruhig die zeit finden (endlich) wieder mal waesche zu waschen ;-)



a propos zeit:

irgendwie haben wir den letzten wochen ein paar probleme dabei festzustellen, in welcher zeitzone wir uns gerade befinden. oder besser gesagt sind wir jetzt schon 3 x durch zufall draufgekommen dass wir eine stunde zu frueh oder zu spaet dran sind! am anfang haben wir noch versucht festzustellen wo wir uns verhaut haben, wo wir eine zeitzone uebersehen haben oder so - sind aber nie zu ner loesung gekommen. mittlerweile wissen wir, dass manche bundesstaaten bzw. auch nur teile davon wie einige indianer reservate die sommerzeit haben und andere eben nicht. verwirrung also garantiert. na uns is ja eigentlich egal, nachdem wir eigentlich meist ohne uhr unterwegs sind und den wecker nur selten stellen ;-)

zion np

naechster stopp auf unserer runde durch die nationalparks war der zion nationalpark. schon die anreise durch den tunnel mit aussicht auf die checkerboard-mesa ist nen ausflug wert. am tunnel kann's nur zu wartezeiten kommen da busse, oder auch wohnmobile in truck- und busgroesse wie sie hier ja gerne mal vorkommen *grins*, teilweise zu behinderungen fuehren... da in der hochsaison der andrang der besucher im park relativ gross ist, darf man im sommer nur mit den super organisierten shuttle-bussen auf die scenic route. das haben wir natuerlich gerne in anspruch genommen da wir einen busstopp nur ein paar minuten vom zeltplatz hatten. natuerlich war's wieder mal extrem heiss. (es scheint bei uns sowieso nur extreme hitze oder ungemuetlich nass-kaltes wetter zu geben...) so war unsere 1. wanderung zu den emerald pools zwar etwas anstrengend, aber trotzdem lohnend. bei unserem 2. ausflug gings dann ans "eingemachte". dort wo der canyon ganz eng wird und nur noch der fluss fliesst kann man, bei geeigneten wetter-bedingungen, eine flusswanderung machen. eine nette, lustige abwechslung und natuerlich auch eine angenehme abkuehlung. ausgeruestet mit wanderstecken (sind echt sehr nuetzlich um nicht auszurutschen) und unseren allzweck-tewas gings durch abwechselnd tiefes wasser in den canyon. natuerlich gab's auch wanderer mit den tollsten ausruestungsgegenstaenden anrueckten. sehr in mode scheinen derzeit neopren-wander-stiefel zu sein. um ehrlich zu sein ein ziehmlich lustiger anblick, aber wer's braucht...


kleiner hinweis noch in sachen nationalparks:

falls jemand vor hat bei einer reise mehrere parks in den usa zu besuchen, unbedingt ueber den annual pass informieren! der kostet 80 $ pro fahrzeug bzw. familie. bei einem durchschnittlichen parkeintritt von normalerweise 10 bis 20 $ hat sich das sehr schnell rentiert. pass ist 1 jahr gueltig.




national park pass http://store.usgs.gov/pass/

bryce canyon

von moab aus haben wir uns auf den relativ kurzen weg zum bryce canyon np gemacht. hier haben wir uns wieder 2 tage gegoennt. die meisten besucher sind ja nur fuer ein paar stunden im park. so haben wir uns am ersten nachmittag noch ein paar aussichtspunkte in campingplatz-naehe angesehen, bevor wir dann am naechsten morgen eine wanderung durch den canyon selbst gemacht haben. von oben ist der ausblick auf die sogenannten "hoodoos" - so nennt man die steinformationen und -saeulen im canyon - schon beeindruckend. aber wenn man das ganze bei einer wanderung in den schluchten selbst auch noch aus der naehe und von einem ganz andern blickwinkel betrachten kann, wird's echt um so besser! auf verschlungen pfaden klettert man hinab und wenn man glueck hat, trifft man nur relativ wenig leute und kann das ganze relativ ungestoert geniessen. es sei denn, man trifft auf eine gruppe italiener mit etwas lauterem organ die sich quer durch den halben canyon "unterhalten" ;-)


nachmittags haben wir noch die hinteren, entlegeneren teile des parks erkundet und nachts haben wir einen ungetruebten sternenhimmel bewundert, der seines gleichen sucht! (es hat eben doch seine vorteile wenn man nachts mal raus muss ;-))


bryce canyon np http://www.nps.gov/brca/

arches np

als ausgangspunkt fuer unsere erkundung des arches np und seiner nachbarn haben wir uns moab ausgesucht. ein kleines staedtchen, dass ziehmlich auf tourismus ausgelegt ist. zahllose touren-anbieter, ausruester und guenstige und ueberdachte campingplaetze. alles was man brauchen kann ;-)


der arches np zeichnet sich durch seine grosse anzahl an "arches" und anderen atemberaubenden steinformationen aus. "arches" sind natuerliche steinboegen, die im laufe der zeit durch erosion entstanden sind. besonders ist auch die rote faerbung des gesteins in dem gebiet - ein genialer anblick! trotz der grossen hitze in dieser wueste (wir hatten um die mittagszeit sicher ueber 40 grad!) haben wir uns ins freie gewagt und haben die windows, den double arch, balanced rock, landscape arch und viele andere punkte erkundet. teilweise hatten wir glueck und es war nicht viel los, teilweise war das ganze etwas ueberlaufen (vor allem mit seltsamen ost-oesterreichischen familien ;-)) abends sind wir dann zum delicate arch gewandert. die route fuehrt ueber die alte verlassene wolf"s ranch ueber die felsen bis in eine versteckte bucht. wenn man diese dann umrundet hat kommt man in ein natuerliches amphitheater und der delicate arch steht in voller, beeindruckender groesse vor einem - echt imposant! wir haben das spiel von licht, farben und (fotografierender) touristen fuer einige stunden von einem ruhigen platzerl aus beobachtet, bevor wir beim abstieg noch selbst einen arch "entdeckt" haben ;-)



am naechsten tag haben wir noch den dead horse state park besucht. hier gibts schoene ausblicke auf den colorado river und seine canyons zu bewundern - aber 7 $ sind fuer die paar kilometer echt ueberzogen... im canyonlands np ging's mit aehnlichen aussichten und tollen schluchten weiter. abends haben wir dann nochmals einen abstecher in den arches np gemacht um uns einige formationen nochmals in tollem abendlicht zu goennen.


bisher haben wir viel schoenes auf unserer reise erlebt, aber der arches war wohl einer der genialsten spots! utah hat eben besonders viel auf diesem gebiet zu bieten...